Yad Vaschem bietet interaktive Online-Datenbank an

„I should like someone to remember that there once lived a person named David Berger“. Diese Worte schrieb Berger in seinem letzten Brief aus Vilna im Jahr 1941. Um die Erinnerung an die Opfer der Shoah lebendig zu halten und Informationen über die Opfer weltweit zugänlich zu machen, haben die Gedenkstätte Yad Vaschem und Google eine Online-Datenbank aufgebaut, die von den Nutzern auch erweitert werden kann. In einem ersten Schritt wurden rund 130.000 Bilder in hoher Auflösung ins Netz gestellt.

Yad Vashem Hall of Names / Quelle: David Shankbone
Yad Vashem Hall of Names / Quelle: David Shankbone

„Wir konzentrieren uns darauf, neue innovative Wege zu finden, um die enorme Datenmenge in unseren Archiven für eine globale Zielgruppe zugänglich und durchsuchbar zu machen“, zitiert die Nachrichtenagentur dpa Avner Shalev, den Vorsitzenden von Yad Vashem. „Wir sehen die Digitalisierung als eine große Chance, wichtige Materialien auszutauschen und zu verbreiten, die in Archiven aufbewahrt werden“, sagte Yossi Matias, Direktor von Googles Forschungs- und Entwicklungszentrum in Israel, laut dem Newsletter der israelischen Botschaft in Berlin.

Die Datenbank kann hier durchsucht werden.

Wer das Projekt unterstützen möchte, der kann dies hier online tun.

Yad Vashem (gelegentlich auch in der Schreibweise Jad Waschem oder Yad Washem), offiziell: „Gedenkstätte der Märtyrer und Helden des Staates Israel im Holocaust“, ist die bedeutendste Gedenkstätte, die an die nationalsozialistische Judenvernichtung erinnert und sie wissenschaftlich dokumentiert. Sie liegt in Jerusalem und wurde am 19. August 1953[1] durch einen Beschluss der Knesset als eine staatliche Behörde gegründet. Yad Vashem wird jährlich von über zwei Millionen Menschen besucht.