Brandanschlag: Rechtsradikal für einen Abend

Vier junge Erwachsene aus Neckarsulm sind vom Heilbronner Amtsgericht wegen gemeinschaftlicher Brandstiftung zu Bewährungsstrafen zwischen neun Monaten und zwei Jahren verurteilt worden. Einem Bericht der Heilbronner Zeitung zufolge waren sie angeklagt, weil sie im April 2010 aus „einer ausländerfeindlichen Gesinnung heraus“ beschlossen haben sollen, ein türkisches Lebensmittelgeschäft in Brand zu setzen. An dem Gebäude entstand damals ein Sachschaden von zirka 30.000 Euro.

Die Angeklagten räumten die Vorwürfe den Angaben zufolge ein, gaben jedoch an, keine rechtsradikale Einstellung zu haben. Eine entsprechende Gesinnung sei an dem Abend vor allem beim 20-jährigen Initiator der Brandstiftung zwar vorhanden gewesen, so die Richterin, könne aber für die Zeit davor und danach nicht bestätigt werden.

So einfach geht das. Ob dieser Anschlag in den Statistiken über rechte Gewalt zu finden sein wird, wird zu prüfen sein.

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5 thoughts on “Brandanschlag: Rechtsradikal für einen Abend

  1. Die Richterin hätte doch das augenscheinlich fehlende und somit ungeklärte Motiv zum „gesunden deutschen Volksempfinden“ erklären bzw. es diesem zuordnen können… Das verstehe ich jetzt aber nicht. – Eine Tat ohne Motiv, und dazu noch geplant. *grübel* *gröööl* 😉

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