Altnazi-Spende beschert Hamburg braunen Wahlkampf

Die NPD-Hamburg kann ihren Wahlkampf für die Bürgerschaftswahl offenbar durch eine Großspende finanzieren. Nach taz-Informationen erhält die Neonazi-Partei von einem Szene-Veteranen, der in Spanien lebt und bereits mehrfach als Spender aufgetreten war, eine hohe Summe. Mehr als 100.000 Flugblätter und 7.000 Wahlpappen sollen im Stadtgebiet verteilt, Radio- und Fernsehwerbung geschaltet werden.

Einflussreiche Kader der norddeutschen Neonazi-Szene: Inge Nottelmann, Thomas Wulff und Dieter Riefling (Foto: Kai Budler)

Laut taz hatte Thomas „Steiner“ Wulff möglicherweise die Spende eingefädelt. Ende November 2010 reiste er demnach nach Spanien. Hier soll er nach Information des Onlineportals „Blick nach rechts“ den in Marbella lebenden Immobilienmillionär Rolf Hanno um finanzielle Unterstützung gebeten haben.

Hanno, Jahrgang 1919, gehörte zu den NPD-Gründungsmitgliedern in Hamburg. In den 1960er Jahren zog es ihn ins damals noch vom Diktator Franco regierte Spanien – die Kontakte zur deutschen Szene bestanden weiter. Zuletzt war Hannos Name im Zusammenhang mit einem Immobilien-Kauf in Sachsen-Anhalt aufgetaucht.

Die NPD-Hamburg will am 29. Januar 2011 in Hamburg-Harburg eine Wahlkampfveranstaltung durchführen. Es wird mit massiven Protesten gerechnet.

Siehe auch: Brauner Wahlkampf: NPD-Wulff mobilisiert nach Harburg,  Braune Schlossherren, NPD-Spenden: Großzügige Gönner

6 thoughts on “Altnazi-Spende beschert Hamburg braunen Wahlkampf

  1. Apropos Altnazis: laut „Bild“ kannte der BND das Eichmann-Versteck.

    Dazu der ARD-Text:

    „Bild: BND kannte Eichmann-Versteck. NS-Verbrecher Adolf Eichmann, der 1960 von israelischen Agenten in Argentinien gefasst wurde, hätte offenbar schon viel früher verhaftet werden können. Seit 1952 wusste der BND, damals noch die Organisation Gehlen, wo sich Eichmann versteckte. Das geht nach „Bild“-Angaben aus BND-Unterlagen hervor.
    Auf einer BND-Karteikarte heißt es: „Standartenführer EICHMANN befindet sich nicht in Ägypten, sondern hält sich unter dem Decknamen CLEMENS in Argentinien auf.“ Tatsächlich versteckte sich Eichmann unter dem falschen Namen Ricardo Klement in Argentinien.“, Text Ende.

    …Das ist jetzt aber peinlich: Gerade die „Organisation Gehlen“, die sich so demokratisch-vorbildhaft bei der „Stilllegung“ der sog. „Rattenlinie“ und von „O.D.E.S.S.A“ bewährt hat. *lol*

    Aber wenigstens wurde Eichmann von seinen Freunden noch korrekt bei seinem „Rang“ benannt …

    Wer weiß`, woher jener Hamburger NS-Opa seine Kohle wirklich hat, mit der die „neue“ NSDAP-„Volksunion“ und ihre Pimpf-Zellen weiterhin auf V-Mann-Partei machen dürfen: Volksverhetzung und neuer SA-Terror quasi zur „Gefahrenabwehr“… untermalt mit Musik für die „arische Jugend“ und abgesichert durch eingeschleuste DVU-VS-Juristen, die Vorort das VS-„Unternehmen NPD-Volksunion“ überwachen, damit aus der Volksverhetzung keine Volksverhetzung, und aus dem „nationalen Sozialismus“ nicht der Nationalsozialismus, und aus dem „Volkstod“ nicht eine apostrophierte „Rassenhygiene“ wird. *gröööhl* 😉

  2. SS-„Steiners“ Anhänger sehen ziemlich „unarisch“ aus … ich empfehle Blut- und Gentests! *löööl* 😉

    SO darf kein „nationaler Widerstand“ aussehen!!

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