Bundespräsident Wulff trifft Bürgermeister Knaack

Wulff im Oktober 2010 (Quelle: CFK_y_Christian_Wulff.jpg)
Wulff im Oktober 2010 (Quelle: CFK_y_Christian_Wulff.jpg)

Bundespräsident Christian Wulff will sich mit dem Bürgermeister von Lalendorf bei Güstrow, Reinhard Knaack (LINKE), zu einem Gespräch treffen. Das wurde nach Angaben des Neuen Deutschlands nach Wulffs Antrittsbesuch in Mecklenburg-Vorpommern bekannt. Knaack war in die Schlagzahlen geraten, weil er sich geweigert hatte, Eltern aus der rechtsextremen Szene anlässlich der Geburt ihres siebten Kindes eine Urkunde des Bundespräsidenten und 500 Euro zu übergeben. Seither steht der Politiker unter dem Druck von Neonazis – und unter Polizeischutz. LINKE-Fraktionschef Helmut Holter begrüßte laut ND die Ankündigung: Es sei eine »gesamtgesellschaftliche, überparteiliche Aufgabe, deutlich zu machen, dass Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Hass und Gewalt bei uns nichts verloren haben«.

Kommentar: Das (Mutter-)Kreuz mit den Nazis, “Vorstufe von Terror”: NPD mittendrin statt nur dabei

4 thoughts on “Bundespräsident Wulff trifft Bürgermeister Knaack

  1. Ich poste auch hier meinen Kommentar bei ER

    Eine Äußerung des Bundespräsidialamtes lag vor. Klar und deutlich. Gefallan hat sie den Akteuren vor Ort und in Schwerin aber nicht. Vielmehr ging es scheinbar darum, mit Aktion und Reaktion den Sachverhalt hochkochen zu lassen, ohne Rücksicht auf die älteren Kinder der Familie.

    Die Umtriebe der Eltern sind an dieser Stelle doch nachrangig. Zu Befürchten bleibt ein erheblicher Bedeutungsgewinn von allen Beteiligten. Zum Nachteil der heranwqachsenden Kinder.

    Selbst wenn die Nationalen hier eine Falle ausgelegt haben, was ich kaum glauben kann. Dafür braucht es strategisches Langzeitdenken. Selbst wenn es eine Falle der Rechten war, hätte der Schutz der Kinder der Familie, in diesem Fall durch Verzicht auf Öffentlichkeit, gewahrt werden müssen.

    Inwieweit hier entwicklungspsychologischer Schaden angerichtet wurde, lässt sich erst später feststellen. Die innerfamiliäre Solidarität macht es, bei diesem öffentlichen Druck, den heranwachsenden Kindern bestimmt nicht leichter, sich von möglichen menschenfeindlichen Positionen der Eltern, zu entfernen.

    Nach meinem Ermessen haben alle Medien und Portale, die ich in dieser Sache verfolgt habe, am Kindswohl vorbei publiziert.

  2. mal ne ganz blöde frage: gibts echt noch ne wurfprämie/“mutterkreuz“ in doofland? bin grad echt irritiert.

  3. Die Junge Freiheit sieht die Nazi-Familie (wie die NPD auch stets gerne argumentiert) als Opfer „einer politischen Hexenjagd“ und

    „erinnert an Zeiten, in denen es in Deutschland ebenfalls populär war, einzelnen Personengruppen selbst die Schuld an dem Unrecht zu geben, das ihnen angetan wurde.“

    Die beliebte Gleichstellung heutiger Nazis mit früheren Juden ist ein bodenlos geschmackloser Vergleich, aber eine bei der Jungen Freiheit übliche Täter-Opfer-Umkehr.

  4. Das Ganze ist wohl eine Falschmeldung! Das Presseamt des Bundespräsidenten Wulff hat vor ein paar Tagen gemeldet, dass zu keiner Zeit ein Treffen mit dem BGM Knaack geplant war und auch nicht geplant ist.
    Leute recherchiert mal besser…. Sowas ist nur unglaubwürdig.

    Gruß KD aus Ulm

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