NPD-nahes „Nationales Bündnis Dresden“ aufgelöst

Das „Nationale Bündnis Dresden e.V.“ hat sich aufgelöst. Dies wurde nach NPD-Angaben auf einer Mitgliederversammlung beschlossen. Das Bündnis war zunächst mit vier Stadträten im Kommunalparlament der Landeshauptstadt Dresden vertreten – und hatte sich so die Privilegien einer Fraktion gesichert. Bei der Kommunalwahl 2009 trat dann die NPD an – und holte 3,66 Prozent der Stimmen, was zwei Sitzen entspricht. Seitdem sitzen für die Neonazi-Partei noch Jens Baur sowie Hartmut Krien in dem Stadtparlament.

Holger Apfel (Quelle: NPD-Fraktion Sachsen)
Holger Apfel (Quelle: NPD-Fraktion Sachsen)

Das „Nationale Bündnis“ hat sich nach Angaben des Vorsitzenden Holger Apfel aufgelöst, da man zu der Auffassung gelangt ist, dass „die Ziele, die man sich bei der Gründung im Jahr 2003 setzte, inzwischen erfüllt wurden“. Mit dem „Nationalen Bündnis“ war in Sachsen der Zusammenschluss „der maßgeblichen nationalen Kräfte erreicht worden, die zuvor politisch weitgehend wirkungslos waren, weil sie immer wieder gegeneinander antraten“, erklärte Apfel. Da sich die NPD als erfolgreichste Kraft etabliert hätten, sei das Bündnis nun überflüssig. Gewohnt pathetisch formuliert die NPD:

Mit diesem großen Triumph der Einigungsidee war allerdings auch eine Schicksalswende für das Nationale Bündnis verbunden. Seit den Europawahlen 2004, vor allem aber seit dem Landtagseinzug der NPD haben sich die Nationaldemokraten kontinuierlich als die erfolgreichste Kraft des nationalen Lagers erwiesen, was nicht zuletzt dadurch zum Ausdruck kam, daß sich viele damals noch abseits stehende Aktivisten im Laufe der Zeit der NPD anschlossen. Diese Entwicklung führte schließlich dazu, daß die nationalen Kräfte in Dresden beschlossen, im Jahr 2009 bei der Stadtratswahl als NPD anzutreten.

Zunächst habe man an dem Bündnis als „Vorfeldorganisation“ festhalten wollen, doch derzeit zeichne sich ab, dass die Junge Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO) ihre Arbeit in Sachsen wieder intensivieren werde.

Siehe auch: “Nationales Bündnis” erhält vorerst Fraktionsstatus

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