„Volksgenossen“: Anzeige gegen NPD-Ratsherr

Dieter Dzewas, Bürgermeister in Lüdenscheid, hat Strafanzeige gegen den NPD-Ratsherrn Stephan Haase erstattet. Anlass war einem Bericht von Der Westen zufolge Haases Redebeitrag in der Ratssitzung zur Verabschiedung des städtischen Haushalts, als Haase die Ratsmitglieder als „Volksgenossinnen und Volksgenossen“ angesprochen hatte.

Er wie auch andere Mitglieder des Rates fühlten sich durch diese Anrede verunglimpft, erklärte Dzewas demnach in der Sitzung des Hauptausschusses. Damit sei es jetzt Sache der Staatsanwaltschaft zu prüfen, ob ein möglicherweise strafbarer Tatbestand der Beleidigung vorliege.

Stephan Haase gehört zum NPD-Kreisverband Märkischer Kreis und wurde jüngst als Landes-Vize der NPD in NRW bestätigt.

Siehe auch: NPD-NRW: “Landes-Vollpfosten” im Amt bestätigt

4 thoughts on “„Volksgenossen“: Anzeige gegen NPD-Ratsherr

  1. Zum Glück haben die Abgeordneten den Saal verlassen haben, als er dann mal die Kosten die durch Ausländern entstehen „vorgerechnet“ hat.

  2. Jener sog. „Volksgenosse“ hat sich – auch bei der NPD – bereits seit Jahren eingebürgert: Auf öffentlichen Veranstaltungen, durch die JN und gegenüber „den jungen Volksgenossen“, im Internet usw., und ganz zu schweigen von Gruppen wie dem sog. „Nationaler Widerstand Tostedt“: die können sogar vor den Augen der Polizei die „Volksgenossen“ zum „Kampf für den Nationalsozialismus“ aufrufen … da heißt` es auch nicht einmal mehr „…nationaler Sozialismus“.

    Fragt man Behörden (VS, Petitionsausschüsse etc.) zum NS-Vokabular der braunen Rotte an, kommen immer die gleichen Antworten:

    „Ähm … öhm … die Äußerungen lassen … ähm … auf eine rechtsextremistische … öhm … Gesinnung schließen … ähm, die aber in sich … öhm …. keinen Straftatsbestand beinhaltet … uff!“

    Dann bin ich immer ganz angetan um mich untertänigst für derartige Schreiben zu bedanken:

    „Danke für Ihre Mitteilung

    Mit volkstreuen Grüßen

    Untertänigst Volksgenosse Mylius“ … oder so ähnlich. *lol* 😉

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