Kostenlose Broschüre: Leipziger Zustände

Eine neue Broschüre informiert über Diskriminierung und Neonazismus in Leipzig. Damit soll auf Diskriminierung und Neonazismus im Leipziger Alltag aufmerksam gemacht werden. Unter dem Titel „Leipziger Zustände“ dokumentiert und analysiert das Projekt „chronik.LE“ auf 64 Seiten Phänomene wie Abwertung, Ausgrenzung, Entrechtung und Gewalt. „Wir wollen all diese Phänomene sichtbar machen und damit den Menschen eine Stimme geben, die darunter leiden“, sagt Jens Frohburg, Pressesprecher von chronik.LE.

Titelblatt der Broschüre "Leipziger Zustände"
Titelblatt der Broschüre "Leipziger Zustände"

Die Beiträge in der ehrenamtlich zusammengestellten Broschüre greifen unter anderem den verbreiteten Alltagsrassismus, Vorurteile gegen sozial schlechter Gestellte und Benachteiligungen körperlich eingeschränkter Menschen auf. Ein Schwerpunkt ist auch die in Leipzig und dem Umland nach wie vor sehr aktive Neonazi-Szene. „Wir wollen Einblicke in diese Strukturen geben, um aufmerksam zu machen und so zum Handeln gegen Neonazis zu ermutigen“, so Frohburg. „Wir hoffen, damit das Problembewusstsein der Leipzigerinnen und Leipziger für das zu schärfen, was sich vor ihrer eigenen Haustür abspielt.“

Dazu leistet die Initiative chronik.LE, die durch den Lokalen Aktionsplan (LAP) der Stadt Leipzig (www.aktionsplan-leipzig.de) gefördert wird, unter anderem mit der Onlineplattform www.chronikle.org seit drei Jahren einen kontinuierlichen Beitrag: Auf der Webseite werden faschistische, rassistische und diskriminierende Ereignisse in und um Leipzig dokumentiert und in ausführlichen Dossiers analysiert.

„Die Broschüre ist kostenlos an verschiedenen Stellen in Leipzig erhältlich (siehe unten).

Sie kann unter chronikLE@engagiertewissenschaft.de gegen Erstattung des Portos bestellt werden.

Auf www.chronikle.org steht sie ab sofort zum kostenfreien Download bereit.

Hier ist die Broschüre „Leipziger Zustände 2010“ erhältlich

Antidiskriminierungsbüro Sachsen: Kochstraße 14
Engagierte Wissenschaft e.V.: Kochstr. 132 (im Werk II)
Fachstelle für Extremismus und Gewaltprävention der Stadt Leipzig: Neues Rathaus, Martin-Luther-Ring 4-6
LinXXnet: Bornaische Straße 3d
Netzwerk für Demokratie und Courage (NDC): Paul-Gruner-Straße 63
Opferberatung der RAA Sachsen: Peterssteinweg 3
StudentInnenrat der Uni Leipzig
… und viele weitere Orte in der Stadt

Siehe auch: Wer sich gegen Rechtsextremismus engagiert, macht sich verdächtig!, Iraker erstochen: Neonazi-Kader in Haft