Polizisten frieren, weil Neonazis nicht marschieren

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Mehrere hundert Polizisten sind am Sonnabend nach Halberstadt geschickt worden, um eine Demonstration der NPD abzusichern, die bereits am Vortag von den Rechtsextremen selbst bei der Polizei abgemeldet worden war. Das berichtet die Mitteldeutsche Zeitung. Ein Polizeisprecher erklärte, das entsprechende Fax sei am Freitag erst nach Dienstschluss in der Polizeidirektion Nord eingetroffen. „Die Info hat die zuständigen Leute dann nicht mehr erreicht, weil da nicht mehr gearbeitet wurde“, sagte ein Behördensprecher. Hochrangige Polizeibeamte sprachen unterdessen von einem peinlichen Vorgang.

Erst NPD-Landeschef Matthias Heyder klärte die frierenden Hundertschaften darüber auf, dass es gar keine Demo geben werde, berichtete die MZ. Nach Aussagen von Polizisten sei Heyder dabei höchstselbst am Ort des Einsatzes vorbei gekommen und habe sich über das Großaufgebot der Polizei gewundert. Der Sprecher der zuständigen Polizeidirektion Nord, Frank Küssner, bestreitet dies hingegen. Küssner zufolge habe man Heyder angerufen, um in Erfahrung zu bringen, wo er und seine Leute denn blieben.

Die Polizeidirektion Nord wolle nun prüfen, ob man dem Veranstalter – also der NPD – die Kosten für den Einsatz in Rechnung stellen kann. Ganz umsonst waren die 400 Beamten dennoch nicht in Halberstadt: Sie konnte die Protestdemo des Deutschen Gewerkschaftsbundes gegen den Neonazi-Aufmarsch absichern. Dazu waren 50 Demonstranten gekommen.

Siehe auch: SPD-Bürgermeister: NPD als “rechten Sturm einsetzen”, Bürgermeisterwahl: 24 Prozent für NPD-Kandidaten Battke

6 thoughts on “Polizisten frieren, weil Neonazis nicht marschieren

  1. @Bla Bla Bla

    Wo wird in diesem Artikel die Antifa erwähnt?

    Na ja wer lesen kann ist klar im Vorteil…

  2. Lol, verkehrte Welt, sonst hat man doch meist ein Verhaeltnis von 20:10:1 von Gegendemonstranten, Cops und Faschos.

  3. Natürlich muss die NPD die Rechnung für den Einsatz bekommen.Da werden 400 Polizisten zusammengezogen um eine dämlich NPD Demo abzusichern.Da werden Polizisten wo möglich aus anderen Revieren abgezogen,hätte wo anders was passieren müssen z.Bein grosser Unfall auf der B.81 oder ähnliches fehlten diese Einsatzkräfte wieder dort.
    Jeder der den Notruf missbraucht muss dafür aufkommen.
    Die NPD müsste also von Rechtswegen alles bezahlen von der Anfahrt der Beamten bis hin zur Verpflegung der Polizisten gehe davon aus das die Polizei einige Stunden auf die NPD Demonstranten gewartet hatten und heissen Tee oder Kaffee und Essen bekamen die Spritkosten sowieso ,kann nicht sein das der Steuerzahler das bezahlt das müssen schon die Verursacher berappen.

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