DVU soll Fusion mit der NPD in Kirchheim beschließen

Nach Informationen von NPD-BLOG.INFO findet der DVU-„Verschmelzungsparteitag“ am 28. November in Thüringen statt. Vor dem Treffen sammeln die Gegner der Fusion in der DVU ihre Kräfte – und erhalten angeblich noch Unterstützung durch „Pro NRW“-Anwälten. Einen Jubelparteitag wie bei der NPD dürfte es also nicht geben.

Von Alexander Hacker für NPD-BLOG.INFO

Die Fusion von NPD und DVU ist nach dem Parteitag der NPD in Hohenmölsen ein Stück näher gerückt. Die Delegierten hatten – trotz kleinerer, durch den Landesverband Mecklenburg-Vorpommern angeführten Störungen – alle Anträge zur Fusion mit der DVU durchgewinkt und damit den Weg für die Vereinigung der beiden Parteien frei gemacht. Bei einigen NPD-Mitgliedern blieb allerdings die Skepsis, dass die Fusion noch an der intern zerstrittenen DVU scheitern könnte.

Ob diese Befürchtungen eintreffen, wird sich am kommenden Wochenende entscheiden. Am Sonntag, den 28. November 2010, wird die DVU ihren außerordentlichen Parteitag im thüringischen Kirchheim abhalten. Ob die Delegierten hier die Fusion ähnlich problemlos durchwinken werden, ist zweifelhaft, da sich schon seit längerer Zeit erheblicher Widerstand gegen die Fusion mit der NPD regt.

Der DVU-Parteitag soll nach Informationen von NPD-BLOG.INFO in Kirchheim stattfinden. (Google Maps)

Laut Berichten eines extrem rechten Internetforums bekommen die Querulanten der DVU nun Rückendeckung aus der „Pro Bewegung“. Wie die Seite berichtet, bekommen die Fusionsgegner innerhalb der DVU „aktive Hilfe von pro NRW angehörenden bzw. nahestehenden Anwälten“. Wenn diese Informationen stimmen sollten, dürfte das innerhalb der extremen Rechten für Wirbel sorgen. Nicht zuletzt deshalb, weil ein Teil des Personals von „Pro NRW“ aus ehemaligen NPD-Funktionären besteht, die so ihren ehemaligen Kameraden erheblichen Schaden zufügen könnten. Dass zwischen „Pro NRW“ und NPD – besonders wegen persönlicher Befindlichkeiten – keine gute Stimmung herrscht, ist bereits seit dem Bamberger Parteitag der NPD bekannt. Hier sprach Udo Voigt, der Parteivorsitzende der NPD, vom „Verräter Molau“. Andreas Molau leitet aktuell die Öffentlichkeitsarbeit der „Pro Bewegung“ und hatte vor einem kurzen Zwischenstopp bei der DVU noch versucht, Voigt als Parteivorsitzenden der NPD zu stürzen.

Marschierten einst gemeinsam: Udo Voigt, Andreas Molau und Matthias Faust
Marschierten einst gemeinsam: Udo Voigt, Andreas Molau und Matthias Faust

Beim DVU-Parteitag in Kirchheim könnten die Vereinigungsträume manch eines Rechtsextremen also platzen, wenn die Fusionsbestrebungen innerhalb der DVU keine Mehrheit finden. Dies wird nicht zuletzt von der Vorbereitung der Fusionsgegner abhängen, die mit der Unterstützung aus Kreisen der „Pro Bewegung“ möglicherweise gut gewappnet sind.

Siehe auch: DVU-Funktionär: Fusion mit der NPD fördert Zersplitterung, DVU: Aufstand gegen “Verschmelzung” mit der NPD, Ein Volk, eine Partei – drei Namen?