Pachtvertrag mit Neonazi Nahtz gekündigt

Besucher des Neonazi-Konzerts am 21. August 2010 in Eschede (Foto: monitorex)
Besucher des Neonazi-Konzerts am 21. August 2010 in Eschede (Foto: monitorex)

Der Kirchenkreis Celle hat nach Informationen von NDR Info den seit Jahrzehnten bestehenden Pachtvertrag mit einem aktiven Rechtsextremisten in Eschede gekündigt. Der Hof des Landwirts und aktiven Rechtsextremisten Joachim Nahtz aus Eschede ist seit Jahren immer wieder Anlaufpunkt für Neonazis aus der gesamten Republik. Diese Treffen machten bundesweit Schlagzeilen. Im August dieses Jahres kamen mehrere hundert Neonazis zu einem Konzert in den Heideort. Die Konzertbesucher kamen aus dem gesamten Bundesgebiet und vereinzelt auch aus dem europäischen Ausland.

Der rechtsextreme Landwirt hatte insgesamt zehn Hektar Land von der Kirchengemeinde Eschede gepachtet. Dieser Pachtvertrag hatte öffentliche Kritik ausgelöst, bislang aber hatte der Kirchenkreis keine rechtliche Handhabe, den Vertrag zu kündigen. Seit Dezember vergangenen Jahres war der Pachterlös in einen Fonds gegen Rechtsextremismus eingezahlt worden. Der Landwirt hatte nach Angaben aus Kirchenkreisen offenbar deshalb die Pachtzahlungen eingestellt. Das gab dem Kirchkreis jetzt die Möglichkeit, den Vertrag zu kündigen. Ob die rechtsextremen Treffen in Zukunft auf dem Resthof des Landwirts stattfinden können, ist unklar.

Siehe auch: 600 Neonazis bei Rechtsrock-Konzert in Eschede, Neonazis finanzieren Arbeit gegen Rechtsextremismus