Der etwas andere Präsidentschaftskandidat

Der nationale Barde Frank Rennicke beim politischen "grooven" (Foto Marek Peters)

Das Amtsgericht Ansbach hat den Neonazi-Liedermacher Frank Rennicke wegen Widerstands gegen zwei Vollstreckungsbeamte mit zwei Fällen der Körperverletzung zu einem Strafbefehl über 50 Tagessätze zu je 10 Euro verurteilt. Das berichtet der blick nach rechts. Rennicke, zweimaliger Bundespräsidentschaftskandidat der NPD, war laut einem Bericht der „Fränkischen Landeszeitung“ einem Zivilfahrzeug der Polizei im Oktober vergangenen Jahres wegen unsicherer Fahrweise aufgefallen, schreibt der bnr. Die Polizisten folgten Rennicke demnach bis zu dessen Anwesen im mittelfränkischen Altengreuth. Bei der anschließenden Kontrolle Rennickes soll es dann zu handgreiflichen Auseinandersetzungen gekommen sein. Dabei wurden die Polizeibeamten, Rennicke und einer der Söhne verletzt. Das landwirtschaftliche Anwesen in Altengreuth hatte laut bnr im Mai 2002 Rennickes Ehefrau Ute erworben.

Rennicke hatte bei der Bundespräsidentenwahl drei von 1242 Stimmen erhalten. Bei der Wahl zum Bundespräsidenten 2007 hatte er sogar vier von 1223 Stimmen geholt. Der “nationale Barde” Rennicke war allerdings damals nur Ersatzkandidat für Bernd Rabehl, aber der zog zurück.

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