Rieger-Gedenkmarsch in Wunsiedel verboten

NPD-Funktionär Jürgen Rieger (Quelle: Recherche Nord)

Das Landratsamt Wunsiedel hat eine für den 30. Oktober geplante NPD-Veranstaltung zum Gedenken an den verstorbenen NPD-Vize Jürgen Rieger verboten. Der geplante Versammlungsablauf erinnere verdächtig an die früheren Gedenkmärsche für Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß, hieß es zur Begründung laut Radio Ramsuri. Im vergangenen Jahr hatte allerdings der Bayerische Verwaltungsgesichtshof ein Verbot eines Aufmarsches zum gleichen Anlass aufgehoben. Rieger hatte in Wunsiedel diverse Aktivitäten gestartet, um an den Hitler-Stellvertreter und Kriegsverbrecher Heß zu erinnern. So wollte er sogar ein Heß-Gedenkzentrum aufbauen.

Rieger war im Oktober 2009 verstorben. Er galt als einer der wichtigsten Geldgeber der NPD. Zudem war er im Zusammenhang mit zahlreichen angeblichen oder tatsächlichen Immobiliengeschäften aufgefallen.

Siehe auch: Oktober: NPD-Vize Rieger stirbt

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