Razzia bei Karl-Heinz Hoffmann: Rüsten Neonazis auf?

Kommando, Zeitung der WSG für den europäischen Freiwilligen, Ausgabe Nr.5 vom September 1979. Verantwortlich: Karl Heinz Hoffmann. Verleger: Hans-Peter Fraas. (Quelle:apabiz)
Kommando, Zeitung der WSG für den europäischen Freiwilligen, Ausgabe Nr.5 vom September 1979. Verantwortlich: Karl Heinz Hoffmann. Verleger: Hans-Peter Fraas. (Quelle:apabiz)

Gegen den Gründer der neonazistischen Wehrsportgruppe Hoffmann, Karl-Heinz Hoffmann, wird wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt. Entsprechende Informationen der Süddeutschen Zeitung bestätigte die Staatsanwaltschaft Gera. Das Anwesen des 72-Jährigen im Landkreis Forchheim wurde demnach am 06. Oktober 2010 von Fahndern durchsucht. Dabei wurden Computer, mehrere Handys sowie Speichermedien sichergestellt. Sprengstoffspuren fanden sich nicht in dem Anwesen östlich von Erlangen.

Man werde das Material nun auswerten, sagte Oberstaatsanwalt Ralf Mohrmann der SZ. Dann werde entschieden, ob gegen Hoffmann weiter ermittelt werde. Hoffmann hatte 1973 die paramilitärische Wehrsportgruppe gegründet, die 1980 verboten wurde. Unter anderem wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz war Hoffmann 1984 zu einer Freiheitsstrafe von neun Jahren verurteilt worden. 1989 wurde er vorzeitig entlassen, nach Angaben von Verfassungsschützern galt er seither als unauffällig.

Zusammen mit dem Anwesen von Hoffmann waren laut SZ 15 weitere Objekte von Rechtsextremisten durchsucht worden, vor allem in Thüringen und Sachsen. Mehrere Neonazis stehen im Verdacht, im September Sprengstoff beschafft und nach Jena transportiert zu haben. Ermittler hatten ein Gespräch von Neonazis abgehört, in dem der Begriff „C4“ gefallen sein soll. Da sich die Neonazis auch über eine Gebrauchsanweisung unterhalten haben sollen, vermuten die Fahnder dahinter die Abkürzung für den gleichnamigen Plastiksprengstoff. Die Männer im Alter zwischen 21 und 35 Jahren hatten kurz vor dem Gespräch einen Kameradschaftsabend im westlichen Sachsen besucht, auf dem sich auch Hoffmann aufgehalten hatte.

Im Dezember 1980 hatte ein ehemaliges Mitglied der Wehrsportgruppe Hoffmann den jüdischen Verleger Shlomo Levin und dessen Lebensgefährtin Frieda Poeschke in einer Wohnung in Erlangen erschossen. Der Verleger hatte sich gegen rechtsextremistische Umtriebe engagiert. Zwar wurde Hoffmann wegen einer möglichen Beteiligung an dem Mord angeklagt. Die Indizien hatten aber für eine Verurteilung nicht ausgereicht.

Weitere Informationen zur WSG beim apabiz

Siehe auch: Einzeltäter oder Braune Armee Fraktion?, Neonazis planten offenbar Anschlag auf Politikerin

4 thoughts on “Razzia bei Karl-Heinz Hoffmann: Rüsten Neonazis auf?

  1. Die Razzia im Schloß Ermreuth war ungerechtfertigt,Strafanzeige wegen „Verfolgung Unschuldiger“ gemäß § 344 StGB ist bereits gegen die Richterin Krollmann beim Amtsgericht, die den Beschluß unterzeichnet hatte gestellt. Die Strafanzeige wird bei der Staatsanwaltschaft Gera unter dem Aktenzeichen 302 Js 35191/10 bearbeitet.
    Von mir sind keinerlei Aktivitäten ausgegangen, die einen Verdacht rechtfertigen kpnnten. Die beschlagnahmten Gegenstände (2 PC und 3 Handys)habe ich bereits am 15.10. zurückerhalten.

    Man fragt sich, wie es zu dem Verdacht kommen konnte? Die Antwort: Wiedereinmal waren die von finsteren Mächten beauftragten Spurenleger am Werk. Die Methode ist die gleiche, wie seinerzeit beim Oktoberfestattentat. Es werden in der Erwartung, die Ermittlungs-behörden aktivieren zu können absichtlich Spuren gelegt. Am Ende kann natürlich strafrechtlich nichts dabei herauskommen, aber die Maßnahme erfüllt doch ihren Zweck. Die Zielperson wird durch die Verdächtigungen sehr wirksam gesellschftlich und politisch ausgebremst. Soviel für heute Karl-Heinz Hoffmann 3.11.2010 Besuchen Sie meine Website http://www.karl-heinz-hoffmann.com Rubrum aktuelles! Jede Woche statements zum Zeitgeschehen.

  2. Natürlich, Herr Hoffmann! Dass ein in gesteigertem Maß unschuldiger Bürger wie Sie auch nur ansatzweise in den Blick der Strafverfolgungsbehörden gerät, ist ja auch vollkommen absurd. Da sehen Sie mal, wo überall Rotfaschisten und das Weltjudentum ihr Unwesen treiben. Am Ende war einer der Polizisten auch noch ein Neger? Vielleicht ein jüdischer, kommunistischer Neger?

    Übrigens hat die Rechtfertigung einer Razzia nichts mit dem Ergebnis zu tun. Sie wird durch Verdachtsmomente gerechtfertigt.

  3. Herr Hoffmann. – Was macht den schiitischen Islam, Libanon und Ahmadinedschad für Männer wie Sie blos so spannend? … Für den ehemaligen Leiter einer deutschen Wehrsportgruppe in den 70er Jahren, der nun darzulegen gedenkt, dass er lediglich ein Opfer der Medien (wohl als Werkzeug jener, wie Sie schreiben, „finsteren Mächte“) gewesen sei, während Sie nun ERNEUT „Vorträge“ vor den „jungen Kameraden“ halten.

    Sofern ich Ihre Page richtig verstanden habe, kann ich nur entgegnen: Werden Sie Konvertit, dann eröffnen sich Ihnen ganz neue Möglichkeiten des „politischen Kampfes“ in Deutschland. – Dererlei Vorträge zum schiitischen Islam und seiner „Wesensverwandtheit“ zum … ähm … „Deutschtum germanischer Prägung“ (meine gewählte Begrifflichkeit) werden in den höchsten CDU-Kreisen immer wieder gerne gehört … 😉

    Und wenn Sie dann die jungen NS-Kameraden auf den „lichten Weg“ führen, würden Sie lediglich der Religionsfreiheit nachgehen … denn die Bomben in Israel legt` ja dann die Hizp`allah – und nicht etwa eine neue WSG.

    Und Ihr Aufruf an die Taliban … einfach nur Vorzüglich! *lol*

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