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‘Der patagonische Hase’ ist kein Angsthase

07. September 2010 13:03 460 mal gelesen Ein Kommentar

“Jetzt, da er alt ist”, so schreibt es die Süddeutsche Zeitung, sei Claude Lanzmann vom Tod umfangen: “Der Tod drohte in seiner Jugend, er war das Thema von ‘Shoah’, er begegnete Lanzmann allenthalben. Der Tod ist eine Größe, die er achtet, mit der er aber auch kokettiert. Als er für ‘Shoah’ Überlebende interviewte, brachte er diese Menschen dazu, nicht von sich, sondern von den Toten zu reden. Der Titel seiner Memoiren – ‘Der patagonische Hase’ – ist eine Reverenz an die Überlebenden. Es geht da um einen Hasen, der unter einem Stacheldrahtzaun hindurch ins Freie gelangt. Lanzmann ist in diesem Sinn kein Hase. Ein Angsthase ist er schon gar nicht. Seine Memoiren sind ehrlich, auch das macht sie schön.”

Auch hundert Leben, sagt Claude Lanzmann, Autor des epochemachenden Films Shoah, hätten nicht ausgereicht, seine Neugier auf das Leben zu stillen. Seine Autobiographie, literarisches Meisterwerk, Bestseller und «Buch des Jahres» in Frankreich, ist vieles in einem: Erzählung eines überreichen Lebens, Bild jüdischer Geschichte, Traktat über Freiheit und Gewalt. Vor allem aber das furiose Dokument einer amour fou mit dem Leben.

 

Siehe auch: Träume vom Hitler-Stalin-Pakt, NPD gratuliert Linksfraktion zum “Tabubruch”, Es darf keine antisemitische Filmzensur geben!, Blockade von Lanzmann-Film: Augen zu und drauf, Nach antisemitischer Blockade: Debatte in der Linkspartei über Israel, Vorführung von Lanzmann-Film auf St. Pauli verhindert

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  • NPD-BLOG.INFO » Blog Archive » Graumann: “Steuermittel für die NPD nicht hinnehmbar” said:

    [...] Graumann betonte, die Erinnerung an die Shoah werde auch ohne Zeitzeugen weiterleben. Nichts sei zu vergleichen mit der unmittelbaren Authentizität von Zeitzeugen. “Doch, so hat es der Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel formuliert, wer Zeitzeugen zuhört, der wird selbst zu einem”, sagte Graumann. “Wir, die zweite Generation, haben sehr viel zugehört. Wir sind aufgewachsen mit den Geschichten aus dem Holocaust. All das, was unsere Eltern erlebt und erlitten haben, all die Traumata – das ist in unser Fleisch und Blut übergegangen. Es liegt daher nun an uns, die Erinnerung weiter zu tragen. Aber wir brauchen Menschen, die das interessiert, die zuhören wollen, damit man das überhaupt verstehen kann.” Literaturtipp: ‘Der patagonische Hase’ ist kein Angsthase [...]