Ungarn: Neonazi hackt Freundin Hakenkreuz auf den Rücken

Ein früheres Mitglied der rechtsextremen „Ungarischen Garde“, dem paramilitärischen Arm der Jobbik-Partei, ist einem Bericht des schwedischen Magazins Expo zufolge zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Der Rechtsextreme hatte demnach im Jahr 2009 seine Lebensgefährtin brutal ermordet. Er soll seinem Opfer mit einem Messer ein Hakenkreuz auf den Rücken gehackt und ihre Leiche in eine Nazi-Flagge gewickelt haben, berichtete die Polizei laut Expo. Die Seite Pester Lloyd berichtete zudem, der Rechtsextreme soll versucht haben, den Kopf der Leiche abzutrennen.

Die rechtsextreme Garde ist mittlerweile verboten. Seit ihrer Gründung im August 2007 habe die schwarz uniformierte “Ungarische Garde” wiederholt Aufmärsche vor allem in Gemeinden organisiert, die einen hohen Anteil an Roma haben. Ziel der Aufmärsche sei es gewesen, die öffentliche Aufmerksamkeit auf die “Zigeunerkriminalität” zu lenken und die Roma einzuschüchtern. In Ungarn leben laut Schätzungen zwischen 600.000 und 800.000 Roma. Das Gros der Roma-Minderheit lebt arbeitslos und ausgegrenzt in bitterer Armut.

NPD-Kader bei SS-Gedenken

In Ungarn findet alljährlich im Februar die Gedenkveranstaltung zum „Tag der Ehre“ statt, welcher von ungarischen Blood & Honour-Aktivisten organisiert wird. Die Gedenkveranstaltung fand 2007 mit insgesamt ca. 800 Teilnehmern statt, an der die deutschen Rechtsextremisten Eckart Bräuninger, Matthias Fischer sowie erstmalig der Bundesvorsitzende der NPD, Udo Voigt, teilnahmen. Sie richteten Grußworte an die versammelten Teilnehmer. Auch im Jahr 2008 waren wieder deutsche Rechtsextremisten in Ungarn dabei.

Siehe auch: Europäische Rechtsextreme tagen in Japan, Rechtsruck in Ungarn: Hintergründe zu Jobbik, Jobbik-Kader kifft und verkehrt mit Transexuellen, Ungarische Paras und deutsche Neonazis

One thought on “Ungarn: Neonazi hackt Freundin Hakenkreuz auf den Rücken

Comments are closed.