Neonazi soll gegen SSS-Verbot verstoßen haben

Der 27-jährige Neonazi Martin S. steht unter anderem wegen des Verdachts der Zuwiderhandlung gegen ein Verbot gemäß des Gesetzes zur Regelung des öffentlichen Vereinsrechts vor dem Landgericht Dresden. Das berichtet das Dresden Fernsehen. Die Staatsanwaltschaft legt dem Angeklagten demnach zur Last, nach dem Verbot der „Skinheads Sächsische Schweiz“ (SSS) zu den Jungen Nationaldemokraten gewechselt und unter deren Namen Rudolf-Hess-Gedenkfeiern und ähnliche Auftritte veranstaltet haben. Die Staatsanwaltschaft werte dies als Unterlaufen des Verbotes der SSS. Außerdem soll der Angeklagte im September 2006 einen Polizisten mit einer Flasche angegriffen haben. Ermittler hatten bei dem 27-Jährigen zudem mehrere T-Shirts mit verbotenen Hakenkreuzen gefunden. Für den Prozess seien zwölf Verhandlungstage anberaumt, heißt es weiter.

Die neonazistische Schlägertruppe SSS war 2001 verboten worden. Die Gruppierung soll zeitweise bis zu 80 Mitglieder gehabt haben.

Siehe auch: “Sturm 34″ möglicherweise doch eine kriminelle Vereinigung, Sachsen: “Mitarbeiter der NPD-Fraktion ein Verbrecher – und kein Politiker”, Sachsen: Prozess gegen mutmaßliche SSS-Kader