Kampagne: Kein Ort für Neonazis in MVP!

Bei der Landtagswahl 2006 erhielt die NPD 7,3 Prozent der Stimmen und damit sechs Sitze im Schweriner Landtag. Seitdem können Udo Pastörs und seine Fraktion ganz offiziell ihre rassistische und antisemitische Hetze betreiben. Militante Kameradschaften setzten dabei den Kampf um die Parlamente auf der Straße mit äußerster Brutalität fort, die Präsenz der NPD im Landtag verstehen sie als Ermutigung. 2008 lag die Zahl rechtsextrem motivierter Straftaten bei 795 und damit unverändert hoch. Dass die NPD-Strategie der kommunalen Verankerung funktioniert, zeigte sich erneut bei der Kommunalwahl im Juni 2009.

Kein Ort für Neonazis
Kein Ort für Neonazis

Besonders in den östlichen Gebieten (Uecker-Randow-Kreis, Ostvorpommern) erreichte die neonazistische Partei mehrfach Wahlergebnisse von über 20 Prozent. Gerade Jungwähler geben in Mecklenburg-Vorpommern vermehrt der NPD ihre Stimme. Die regionale Arbeit der NPD profitiert von den Ressourcen, die der Partei durch den Landtagseinzug zur Verfügung stehen und die sie an die Szene weitergibt.

Die Kampagne in Mecklenburg-Vorpommern

Mit der Kampagne „Kein Ort für Neonazis“ wollen wir Bürgerinnen und Bürger, zivilgesellschaftliche Initiativen und vor allem Jugendliche in Mecklenburg-Vorpommern für demokratische Kultur gewinnen und den Wiedereinzug der NPD in den Schweriner Landtag verhindern. Ziel der Kampagne ist es im Rahmen einer größeren Bewegung aller demokratischen Kräfte die weitere Verankerung der rechtsextremen Szene in Mecklenburg-Vorpommern dauerhaft zu verhindern. Dazu ist eine Auseinandersetzung mit rechtsextremen Raumgreifungsstrategien notwendig. Dazu wird auch die bundesweite Unterstützung aller demokratischen Parteien und weiterer zivilgesellschaftlicher Organisationen notwendig sein.

Was wird gefördert?

Ein Jahr vor dem Wahltag startet die Amadeu Antonio Stiftung deswegen die Kampagne „Kein Ort für Neonazis“ in Mecklenburg-Vorpommern. Sie richtet sich an demokratisch eingestellte Jugendliche, Bürgerinnen und Bürger, die etwas vor Ort bewegen wollen! Dafür gibt es Fördermittel, fachliche Unterstützung durch Kooperationspartner vor Ort und öffentliche Anerkennung.

Sie alle können sich bei der Amadeu Antonio Stiftung bis zum 4. September 2011 mit einem Projekt bewerben. Unbürokratisch und schnell will die Stiftung Sie mit bis zu 250 Euro unterstützen. Diskussionsabende zum Thema Demokratie oder Rechtsextremismus in MV, CDs gegen Rechtsrock, Fotodokumentation von Orten rechter Übergriffe – die Amadeu Antonio Stiftung ermutigt junge Wählerinnen und Wähler, sich kreativ mit Rechtsextremismus auseinanderzusetzen und etwas dagegen zu tun.

NPD-BLOG.INFO begleitet die Kampage Kein Ort für Neonazis journalistisch.