Das „Fest der Völker“ findet nicht statt

Das für den 11. September in Pößneck geplante „Fest der Völker“ mit Neonazi-Bands findet nicht statt. Der Veranstalter habe das Neonazi-Konzert ohne Begründung abgesagt, teilten die Stadt und das Landratsamt einem Bericht des Freien Worts zufolge mit. Das «Fest der Völker» der rechtsextremen NPD war erstmals 2005 in Jena ausgerichtet worden. Nach heftigen Protesten wurde es 2008 nach Altenburg verlagert und im vergangenen Jahr nach Pößneck im Saale-Orla-Kreis.

Das "Fest der Völker" im Jahr 2007 (Quelle: Antifa Jena)

Die Absage sorgte in Pößneck für Erleichterung: „Das ist ein Zeichen dafür, dass Neonazis in unserer Region keine Basis haben“, erklärte SPD-Landrat Frank Roßner dem Bericht zufolge. Bürgermeister Michael Modde (Freie Wähler) sprach demnach von einem „Sieg der vernünftigen Bürger gegen das rechte Gedankengut“.

Im vergangenen Jahr hatten sich laut Polizei rund 450 Anhänger aus der rechten Szene zu dem Konzert mit rechtsextremen Bands versammelt und zugleich rund 800 Menschen bei Demonstrationen, Kundgebungen und einer «Meile der Demokratie» gegen die NPD-Veranstaltung protestiert. Die Gegendemonstranten halten trotz der Absage an ihren, für diesen Tag geplanten Aktionen fest.

Siehe auch: Neonazi-Veranstaltungen: Rechtsrock hilft bei Mobilisierung, Gericht hebt Verbot von NPD-”Fest der Völker” auf

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