Keine NPD-Mühle in Heiligenstadt

Die Herrnmühle in Heiligenstadt wird nicht zu einem Jugendzentrum der NPD. Wie die Ostthüringische Zeitung berichtet, habe die Stadt vor kurzem den Zuschlag für den Kauf des Objektes erhalten. Bürgermeister Bernd Beck (CDU) rief im Stadtrat demnach dazu auf, dass sich Interessierte mit Ideen für eine Verwendung des Objektes einzubringen sollten. Mit dem Kauf sei es gelungen, eine Basis für das einzige ungeschützte Gebäude in Heiligenstadt zu schaffen, welches unter Denkmalschutz stehe. Nach der Insolvenz des Vereins Herrnmühle hatte die NPD angeblich Interesse an dem Objekt, in dem sie ein Jugendzentrum installieren wollte.

Die Herrenmühle in Eichsfeld (Foto: Kai Budler)

Während die NPD auf Landesebene mit ihrer Niederlage in der Landtagswahl und einem Mitgliederrückgang kämpfen muss, setzt sie vor Ort auf die Erfolge der Kommunalwahlen vom vergangenen Jahr. Dabei war die rechtsextreme Partei in jedem Wahlkreis in die kommunalen Parlamente eingezogen, in dem sie sich zur Wahl gestellt hatte. Auch das Projekt der sieben flächendeckend erscheinenden Regionalzeitungen verweist auf die Graswurzelstrategie der NPD in Thüringen, mit der sie ihre kommunalpolitische Rolle verankern will. Da kommen ihr eigene Gebäude nur recht, denn trotz Orten wie der äußerst beliebten „Erlebnisscheune“ in Kirchheim oder dem Schützenhaus in Pößneck hat es die NPD bei der Suche nach größeren Veranstaltungsorten in Thüringen nicht leicht.

Siehe auch: NPD-Immobilie: Alle Müller oder was?

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