Protest gegen NPD-Bürohaus in Bad Langensalza

Bereits 2008 hatte es erste Gespräche zwischen der NPD-Thüringen-Führungsriege und den Besitzern eines viergeschossigen Gebäudekomplex gegeben. Die Verhandlungen verliefen im Sand, zumindest was nach außen hin wahrnehmbar war. Doch im Sommer 2010 haben sich die Gerüchte und Beobachtungen verdichtet – und nun wird klar: Die NPD hat einen solventen Investor aufgetan, welcher das Haus kaufen wird.

Von re[search]-afa

Bad Langensalza liegt im Unstrut-Hainich-Kreis, welcher zumindest formell einen eigenen NPD-Kreisverband vorweisen kann. Doch der Verband unter der Leitung von Sebastian Böde (Jg. 1984) versinkt seit Jahren in der Bedeutunsglosigkeit. Als 2007 die NPD-Mitgliederkampagne durch Thüringen rollte und in deren Nachgang aus den sog. »Großverbänden« eigenständge Kreisverbände hervorgingen, teilten sich ebenso die NPD-Verbände Eichsfeld und Unstrut Hainich. Der damalige Vorsitzende Ronny Motz war offenbar nicht in der Lage, einen eigenen Kreisverband zu leiten. So fuhren die wenigen Mitglieder immer noch nach Fretterode, um an den Kameradschaftsabenden von Thorsten Heise teilzunehmen.

Mittlerweile hat Sebastian Böde, nach eigenen Angaben Landwirt, den Vorsitz übernommen. Er beteiligt sich als Redakteuer an dem NPD-Zeitungsprojekt »Nordthueringen Bote«, welcher im UH-Kreis mit geringer Stückzahl verteilt wird. Darüber hinaus sind keinerlei Aktivitäten von ihm oder dem Verband zu beobachten.

Das jetzt mit dem »Bürohaus Europa« die NPD und die extreme Rechte über ein eigenes Zentrum in Bad Langensalza verfügt, wird den NPD-Landesverband stärken, wohl ebenso den NPD-Unstrut-Hainich-Kreisverband. Weiterhin dürfte klar sein, dass ein nicht unerheblicher Teil von (überregionalen) NPD-Partei-Strukturen, Versänden, Redaktionen etc. dort ihren Sitz einrichten werden. Für die Stadt und die Region bedeutet das einen starken Anstieg von extrem rechten Aktivitäten, vor allem, wenn die große Mensa in dem Haus als Konzert-Raum genutzt wird.

Am Freitag, den 20. August, lädt der NPD-Landesverband Thüringen zu einer Pressekonferenz in das »Bürohaus Europa«, um dort den Investor und das Nutzungskonzept vorzustellen und um anschliessend durch die Räumlichkeiten zu führen.

Am Samstag, den 21.August, findet ab 10 Uhr auf dem Augustinerplatz eine erste Protest-Kundgebung gegen das Nazi-Zentrum statt. Vereine, Initiativen, Parteien und Einzelpersonen haben sich zusammengeschlossen und wollen dem Treiben nicht schweigend und tatenlos zusehen.

Siehe auch: Thüringen: NPD will angeblich viergeschössiges Bürohaus kaufen, NPD-BLOG.INFO über Immobilien-Pläne der NPD.

6 thoughts on “Protest gegen NPD-Bürohaus in Bad Langensalza

  1. Also, wenn ich die Kommis hier so lese könnte ich—–!!!!!
    Wahrscheinlich stammen diese nur von wenigen Deutschen.
    Hier hat keiner Plan wie scheiße es uns deutschen überhaupt geht,
    die Asyl… bekommen hier bei Ankunft die fette Kohle in den Arsch geblasen obwohl se noch nie was an Steuern oder sonstige staatliche Abgaben geleistet haben.
    Wir deutsche sind Gast in unserem eigenen Land. Wir haben nun mal kein Geld für Fremde.
    Es wird immer beschissener für uns, immer mehr wandern aus und keiner Fragt warum.
    Unsere Oberen 10000 vertreiben durch ihre unsozialistische Politik ihre eigenen Landsleute.

    Das ist meine Meinung auch wenn die hier niemand lesen will.
    Willkommen NPD

  2. Erstmal heißt es „wir Deutsche“! Also vielleicht sollten Sie ein wenig mehr Energie in das Erlernen der Muttersprache investieren. Solche gravierenden Fehler lassen nämlich entweder auf mangelnde Bildung oder ein junges Lebensalter schließen. Beides disqualifiziert für eine ernsthafte Diskussion.

    Weiterhin sind „nur“ 20,7% der Migranten arbeitslos und beziehen somit Transferleistungen. http://www.welt.de/politik/article3897998/Migranten-oefter-arm-und-arbeitslos-als-Deutsche.html

    Daraus kann man schließen, das 79,3% nicht arbeitslos sind und auch Steuern zahlen.

    „die Asyl… bekommen hier bei Ankunft die fette Kohle in den Arsch geblasen … Oberen 10000 vertreiben durch ihre unsozialistische (sic!) Politik…“

    Was denn nun? Fette Kohle für Arbeitslose oder unsoziale Politik? Sie sollten sich schon entscheiden. Beides geht nicht! Ach ja, sozial ist eine Politik ja nur, wenn die Arier die fette Kohle bekommen, oder?

  3. Also Demorkat sofern man die Muttersprache beherrscht weis man,das am Satzanfang immer gross geschrieben wird also an das einene Näschen fassen…
    Das „Arier“ fette Kohle bekommen verlangt keiner aber wenn eine Frau kämpfen muss um ihre Kinder durchzubekommen dann fragt man sich schon ob dies Sinn und Zweck der Sache ist und dieser Staat ist weder sozial noch kinderfreundlich und erst recht nicht bürgerfreundlich, hier werden andere Leute besser behandelt als die eigene Bevölkerung…
    Warum bekommen denn ausländische Kinder das Kindergeld,welches eigentlich den deutschen Kindern zusteht? Das selbige gilt für Elterngeld und sonstige Sozialbeiträge…
    Wenn eine deutsche Familie auswandert muss sie auch zusehen wie sie klar kommt und genauso sollte es hier in Deutschland auch eingeführt werden dann würden sich die Probleme von allein lösen…

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