Israels Existenzkampf: Eine moralische Verteidigung seiner Kriege

Wie auch in diesem Blog immer wieder dokumentiert wurde, scheint sich eine ideologische Querfront aus Islamisten, Nazis und auch Teilen der Linken gebildet zu haben, die vor allem eines eint: Der Hass auf Israel. Die konkrete Politik Israels ist häufig nur der Anlass um tiefer sitzende Ressentiments „herauszulassen“, die natürlich dann auch keinen Platz mehr für die israelische Sicht der Dinge bieten.

Von Jochen Böhmer für NPD-BLOG.INFO

Der israelische Historiker Yaacov Lozowick hat in dem Buch „Israels Existenzkampf. Eine moralische Verteidigung seiner Kriege“ ein sowohl persönliches als auch historisch fundiertes Buch zum besseren Verständnis des Nahost-Konfliktes vorgelegt. Es leistet einen Beitrag zur Aufklärung, selbst wenn es hier und da anecken wird.

In Europa wirkt ein Buch, welches Kriege moralisch verteidigt, sicherlich verwirrend. Dies liegt gewiss auch daran, dass viele Europäer sich nicht in die Lage der Israelis versetzen können oder wollen. Ein Satz wie, dass in „einer solchen Welt … Pazifismus moralisch nicht vertretbar“ (S. 53) ist, mag hier zu Lande komisch klingen. Aber wissen wir nicht auch, dass Auschwitz, Buchenwald, Dachau usw. durch die Rote Armee bzw. die US Army befreit wurden? Darüber hinaus ist die europäische Geschichte keine pazifistische und friedvolle Geschichte. Israel ist heute wieder in der (Zwangs-)Lage, Krieg führen zu müssen, da seine Feinde die Vernichtung der Juden und des jüdischen Staates anstreben. Die Moral liegt hier in der Entscheidung, Krieg zu führen, bzw. führen zu müssen, um das eigene Überleben zu sichern und dabei – im Idealfall – keine Unschuldigen zu verletzen oder gar zu töten.

Die aufklärerische Seite dieses Buches liegt in einer Vielzahl historischer Fakten, die wichtig sind, um den Konflikt aus Sicht der Israelis verständlich zu machen. Einige Beispiele seien hier kurz erwähnt:

Wer weiß schon, dass der Name „Judäa “ im Jahre 135 n. Chr. durch „Palästina“ auf Befehl von Kaiser Hadrian ersetzt wurde? (S. 67)

Oder dass einer der wichtigsten palästinensischen Helden, Scheich Izz al-Din al-Qassam, erst 1920 nach Palästina kam, da war er bereits 38 Jahre alt und eigentlich Syrer war? (S. 108) Nicht zu letzt war dieser Scheich der Namensgeber der Raketen, die fast täglich seit dem israelischen Rückzug aus Gaza in Südisrael niedergehen.

Wer erinnert sich nicht an den Besuch von Ariel Sharon auf dem Tempelberg, der für die Weltöffentlichkeit die Provokation darstellte, die die „Zweite Intifada“ auslöste. Aber wer erinnert sich noch an den Bombenanschlag im Gazastreifen am Tag vorher, durch den ein israelischer Soldat getötet wurde? Der damalige Premier Barak hatte das Angebot des Siedlungsabbaus im Gazastreifen kurz vorher öffentlich gemacht. Der Besuch Sharons – der völlig unspektakulär verlief – war übrigens sogar mit der palästinensischen Autonomiebehörde abgesprochen worden (S. 27).

Lesetipp: Die Entstehung der Mavi-Marmara-Linken

Lozowick, der als ehemaliger Linker Sharon gewählt hat, sieht ein zentrales Hindernis für den Frieden, dass arabische Staaten Israel kategorisch das Existenzrecht absprechen. Diese Weigerung und völlige Verleugnung der jüdischen Existenz verstellt den Weg zu einer friedlichen Lösung in zwei Staaten. Diese politische Verweigerungshaltung und der z. T. irrationale Hass auf alles „Jüdische“ schadet nicht zu letzt ausschließlich der jüdischen Bevölkerung, sondern verbaut auch der palästinensischen Seite die Möglichkeit auf einen eigenen Staat. So z. B. beim Teilungsplan der UN im Jahre 1947 oder aktuell 2000 die Angebote des ehemaligen Premierministers Barak. In der Geschichte Israels waren es häufig sog. „Falken“, die Gespräche mit arabischen Staaten aufnahmen. Menachem Begin z. B. schloss Frieden mit Ägypten und Ariel Sharon zog die IDF (Israel Defense Force) aus dem Gazastreifen ab.

Lozowick verschweigt keineswegs die Vorgänge in Deir Yassin, Kibiya oder Sabra und Shatila. Doch einerseits konnten solche Strömungen bzw. Handlungen in der israelischen bzw. jüdischen Gesellschaft niemals die Oberhand gewinnen, bzw. wurden diese mehrheitlich abgelehnt, andererseits geschahen und geschehen bei jedem (Unabhängigkeits-) Krieg in der Geschichte, teilweise entsetzliche Gräueltaten.

Aufgrund der Vorkommnisse im Dorf Kibiya im Jahre 1953, die 69 arabischen Zivilisten bei Auseinandersetzungen das Leben kosteten, wurden von der israelischen Armee folgende Konsequenzen gezogen: Von nun an sollten keine Ziele mehr angegriffen werden, wenn dabei die Gefahr besteht, dass unbeteiligte Zivilisten zu Schaden kommen. „Die Erinnerung daran (Kibiya, J. B.) wird nicht von den Arabern, sondern von den Israelis selbst wachgehalten.“ (S. 156) Lozowick selbst zitiert aus seiner eigenen Rekrutenausbildung den Befehl, dass alles dafür getan werden muss, dass sich Kibiya nicht wiederholt.

 

Zentral für Lozowicks Thesen ist hierbei die Unterscheidung von „Morden“ und „Töten“. Während Mord durch „Vorsatz des Mörders und das Fehlen eines Vorsatzes auf Seiten des Opfers“ (S. 104) definiert ist, fehlt dieser Vorsatz beim Töten. Er beruft sich dabei auch auf die hebräische Bibel und deren Originaltext: Dort steht nicht „ … ‚Lo taharog’ (‚Du sollst nicht töten’), sondern ‚Lo tirzach’ (‚Du sollst nicht morden’) – und das ist ein gewaltiger Unterschied.“ (S. 104) „Du sollst nicht töten“ ist für ihn eine „Quelle der Heuchelei, da in jeder Gesellschaft irgendwann das Töten in der einen oder anderen Weise erlaubt war.“ (S. 104) Die Realität in der Welt gibt Lozowick Recht, auch wenn das keine schöne Wahrheit darstellt. Auch wenn diese Passage noch immer in ihrer theologischen Interpretation diskutiert wird, steht sie so im biblischen Original. Trotzdem eine sehr diskussionswürdige Ansicht.

Lozowick geht natürlich auch auf das Flüchtlingsproblem, die Ursprünge und Probleme des Zionismus sowie auf die Debatten in Israel selbst ein. Das Buch enthält dazu weitere persönliche Anekdoten und nennt historische Fakten, die hier nicht alle aufgezählt werden können. Es ist unbestritten ein wichtiges Buch, welches gerade in Europa unbedingt gelesen werden sollte.

Yaacov Lozowick: Israels Existenzkampf. Eine moralische Verteidigung seiner Kriege. Lizenzausgabe für die Bundeszentrale für politische Bildung, Schriftenreihe Band 605, Bonn 2006 (erschienen im Konkret Literatur Verlag, Hamburg, 2006), zu bestellen auch bei der BPB für lediglich vier Euro.

Siehe auch: “Freiheit für Palästina” – Hakenkreuze in Aachen, “Israel-Kritik”: Wenn NPD-Positionen nicht auffallen, Null Punkte: “Und wir bauen den Juden ein Denkmal”, Antisemitischer “Kommunisten-Rap”

9 thoughts on “Israels Existenzkampf: Eine moralische Verteidigung seiner Kriege

  1. Ich habe das Buch seinerzeit gelesen, als es erschien, und war auch auf einer Lesung samt Debatte mit Yaacov Lozowick. Er hat dort sehr eindrucksvoll seine langsame Wandlung von einem überzeugten Linken zu einem … „Falken“ beschrieben, unter dem Eindruck des Scheiterns des Friedenprozesses in den 90ern. Dabei hat er im Übrigen auch nicht mit Kritik über die Berichterstattung und das gesteigerte Interesse an Israel in Deutschland gespart.

    Ein gutes Buch, eine interessante und sicher streibare Person.

  2. Und das kommt wieder aus Stralsund von „Altermedia“ und seinen iranischen Freunden:

    Holocaust-„Karikaturen“

    http://de.altermedia.info/general/die-entrusteten-07-08-10_49659.html
    http://holocartoons.com/main/index.php

    Die in Stralsund verfassten „Kommentare“ waren bereits im Vorfeld nicht nur bezeichnend sondern erneut Volksverhetzend. – Und wieder wurde unter Kenntnis des zuständigen OStA und des LKA M.V. http://www.voelkische-reichsbewegung.org/ beworben.

    Jener Oberstaatsanwalt sieht augenscheinlich weiterhin keine Gründe, durch die Polizei in Stralsund das Erforderliche zu veranlassen …

  3. Wenn man das liest, dann weiß` man, dass „Altermedia“ in Stralsund inzwischen am Ende ist …
    Zwei „geschlagene“ NS-Aktivisten, die sich krampfhaft nur noch mit ihren zynischen Hasstiraden, Volksverhetzungen und antisemitischen Auswürfen aufrecht halten können. – Aus der Feder vorgeblicher „Gäste“ im sog. „Forum“. Vielleicht ist es ja Mitleid seitens des zuständigen Oberstaatsanwalt, die Beiden bis zu einer Verurteilung weiter hetzen zu lassen … Erstrangig wäre es aber, meiner Ansicht nach, immer noch Rechtsbeugung und Verschleppung:

    http://de.altermedia.info/general/%e2%80%9evorsicht-innenminister%e2%80%9c-%e2%80%93-das-opfer-lorenz-caffier-10-08-10_49800.html/comment-page-1#comment-722446 :

    25 responses so far ↓
    1 Alles wird Gut // Aug 10, 2010 at 10:51
    Ja Herr Innenminister Caffier die Wahrheit kann schmerzlich sein. Nehmen sie es nicht persönlich sondern als eine freie Meinungsäußerung die Ihnen doch so sehr an Herzen liegt.
    2 Franz Branntwein // Aug 10, 2010 at 11:14
    Ich persoenlich halte nichts von dem Spitznamen “Kaffer-Lori”.
    Es ist eine Beleidigung fuer diese possierlichen Papageien oder auch Halbaffen.
    3 Stolzer Reichsdeutscher // Aug 10, 2010 at 12:18
    Ganz abgesehen davon, daß er Jude ist*, ist er ein Gönner und Beschützer der Kommunisten und ihrer Stasiseilschaften.

    Aber Frau Merkel braucht und beschützt solche Typen, um IHREN Plan und IHRE Rache umzusetzen.
    Das sind Minister der kranken Firma BRD und nicht Deutschlands und des deutschen Volkes.
    *“Vierteljude”, wenn schon denn schon. Man muß den Leuten nun auch nicht mehr aufnacken, als sie wirklich sind. Und deine Gutenachtphantasien, so berechtigt sie auch sein mögen, läßt du besser zu Hause. Entweder tun, oder einfach Mund halten. Caffier ist schon komisch genug, da mußt du ihn nicht noch zu übertreffen suchen. – Die Schriftleitung
    “Innenminister Lorenz Caffier hat vor ein paar Tagen angesichts der neuen Vorwürfe noch einmal erklärt, dass sich das Land Meck-Pom bereits kurz nach der Wende mit einer möglichen Stasi-Verstrickung der Landesbeamten auseinandergesetzt hat. “Wer nicht tiefgreifend verstrickt war, seine Berichte nur oberflächlich abgeliefert hat und daraus kein Schaden für Dritte entstand, dem haben wir auch eine zweite Chance eingeräumt. Hauptamtliche Mitarbeiter des MfS haben wir aber alle entlassen”, so der Minister.”
    Hauptamtliche Mitarbeiter des MfS haben wir aber alle entlassen”, so der Minister.”
    Dies ist seine größte Lüge, denn genau diese hauptamtlichen Mitarbeiter sitzen heute an der Spitze in Politik und Wirtschaft und haben das Sagen über ehemalige Stasiopfer.
    Sie waren früher nur Schläfer die man beschützt hat und heute wider zum Leben erweckt, damit sie noch mehr Terror gegen friedliche Deutsche verbreiten können.
    Sie, nur sie haben die Macht.
    Wehrt euch gegen diese Drecksbande, die euch das Leben zur Hölle machen wollen.
    4 Internetnazi // Aug 10, 2010 at 13:00
    Ob mosaischen Glaubens oder nicht, ist einerlei, in der Caffiers C-Partei liegt die Schweinerei!
    5 Joshy // Aug 10, 2010 at 13:13
    Bestimmt hat Schwerin schon den Weissen Alarm ausgelöst!
    http://www.youtube.com/watch?v=BqfpZvv7ozQ
    6 Patriot // Aug 10, 2010 at 13:17
    Es gibt politischen Abschaum, den man nicht beleidigen kann, egal was man schreibt!
    7 BWLer // Aug 10, 2010 at 13:22
    Irgendwie erinner die Altermedia- Kampagne gegen C. an die Isidor-Kampagne des Dr. G.
    Endlich mal ein Kenner der Materie.
    Die Schriftleitung
    8 Glappo Monte // Aug 10, 2010 at 13:25
    So ein schreckliches Plakat!
    Der aaarme Lori, keiner hat ihn lieb!
    Drei Beanstandungen:
    a) Caffiers Vater war entsprechend den Nürnberger Gesetzen Halbjude. Lori ist somit Vierteljude (und zu drei Vierteln weißer Jude).
    b) Es treten Stilmängel auf. Im zweiten Satz findet sich zweimal das Wort “bereits”. Mein Deutschlehrer hätte das gnadenlos angestrichen.
    c) Es wird das Wort “Vandalismus” verwendet. Dabei muß es richtig: Jakobinertum heißen. (Ein französischer Kardinal schuf diesen unseligen Begriff, als er Kirchenschändungen während der französischen Revolution anprangerte. Die wahren Urheber zu nennen, hätte ihm seinerzeit den Kopf gekostet.) Die germanischen Vandalen haben sich sehr gesittet benommen.
    [P.S. : Man kann auch „Zerstörungswut“ sagen.]
    9 Helsperk // Aug 10, 2010 at 13:28
    Was ist denn in die OSTSEE-ZEITUNG gefahren ? Nicht genug das aus dem “Hassplakat” genüßlich zitiert wird (sehr ungewöhnlich). Nein, man stellt auch noch ein Riesenfoto vom Corpus Delicti ins Netz (noch nie gesehen). Werden da offene Rechnungen beglichen ?
    Das gibt Ärger.
    10 Hildebrandt // Aug 10, 2010 at 13:48
    Mit dem Plakat wird Caffier doch lediglich seine eigene Medizin verabreicht. Warum regt er sich nun auf? – Verstehe ich nicht!
    11 Freibeuter // Aug 10, 2010 at 14:02
    Das Plakat ist eine gute Idee.
    Wenn man in etablierten Politkreisen und bei der Polizeigewerkschaft der bRD darüber sinniert, einen Internet-Pranger für Schwerstkriminelle und Kinderschänder einzurichten, so – finde ich – ist abgebildeter Halb.-, Viertel.- oder Wasweißichwieviel-Jude, welcher es gerichtlich untersagen ließ, sich als “Provinz-Mielke” oder “Kaffern-Lori” bezeichnen zu lassen, doch vergleichsweise ziemlich glimpflich weggekommen.
    12 Stiefelknecht // Aug 10, 2010 at 14:31
    Ich weiß ja nicht wie gut/schlecht er vom Photographen getroffen wurde, aber auf dem Bild sieht er aus wie ein erbärmlicher Lump.
    13 wolzow // Aug 10, 2010 at 14:32
    Die hauptamtlichen Mitarbeiter des MfS sind sicher das geringere Übel, da sie offen MfS waren. Viel schlimmer finde ich das ehemalige IM also Inoffizielle Mitarbeiter des MfS in Amt und Würden sind. Denunzianten und Nichtsnutze, Tagelöhner und Egoisten.
    Ebenso schlimm ist das ehemalige LPGisten heute für die CDU den Landesinnenminister spielen, egal ob Sau- oder Vierteljud, diese LPGs haben nämlich deutschen Bauern Vieh und Land geraubt und die Kohl-CDU hat dieses Land und das Vieh den deutschen Bauern nicht zurückgegeben und somit Tür und Tor für die Genverbrecherbanden geöffnet die heute dafür verantwortlich sind das den deutschen Imkern die Bienen wegsterben.
    Aber mein lieber Herr Lorenz Caffier lassen Sie sich gesagt sein:
    Stirbt die Imme, stirbt der Mensch!
    auch eine Vierteljudenschaft wird sie nicht vor dem Hungertode bewahren. So wie sie als LPGist misswirtschaftet haben und ihnen das Vieh unter der Hand wegverreckt ist (man denke nur an die Kühe die im eigenen Dung erfroren sind) oder das Getreide vergammelt, so misswirtschaften sie heute Hand in Hand mit den Genverbrechern.
    Nein es Bedarf weder Plakate, Steckbriefe oder Attentäter. Diese miese und falsche Bande wird sich selbst den Garaus machen und jämmerlich verrecken.
    14 Lamsdorf // Aug 10, 2010 at 14:52
    Laut Wikipedia musste der Papi vom kleinen Lorenz bereits mit 48 Jahren “aus gesundheitlichen Gründen” in Rente gehen, erreichte aber trotz seiner Gebrechen ein biblisches Alter (86).Im übrigen war er bei seinen Kollegen und in seiner Gemeinde äußerst unbeliebt.
    Ein typischer Äuserwählter also.
    15 Glock // Aug 10, 2010 at 14:58
    Seine Großmutter war ebenfalls Jüdin.
    Beweis
    In Kommentar # 1
    http://de.altermedia.info/general/der-verstimmte-%E2%80%93-landesinnenminister-caffier-und-die-vorratsdatenspeicherung-04-03-10_41204.html#comment-628463
    16 Glock // Aug 10, 2010 at 14:58
    Väterlicherseits!
    17 griesgram // Aug 10, 2010 at 16:42
    @Hildebrandt
    “Mit dem Plakat wird Caffier doch lediglich seine eigene Medizin verabreicht. Warum regt er sich nun auf? – Verstehe ich nicht!”
    Dazu muß man auch Demokrat sein.
    Volldemokrat ist noch besser.
    18 griesgram // Aug 10, 2010 at 16:50
    Liebe Plakatmacher, ihr habt Wählernötigung, §108 StGB der Judenrepublik Duschwand, vergessen!
    Stichwort Gesinnungs-TÜV für Kandidaten bei der Ladratswahl.
    Hier wird das passive Wahlrecht ausgehebelt.
    Verstößt dann auch noch ein wenig gegen das Grunzgeschwätz, aber darauf kommt es in der Volksrepublik da oben ja auch nicht mehr an.
    19 vornedran // Aug 10, 2010 at 16:57
    Mal haben sie den Namen Weiss angenommen, mal den Namen Kaffer – äh Caffier, das klingt vornehmer.
    Aber der Vorname “Isidor” ist allemale angebracht.
    Also zukünftig Isidor Caffier!
    Der kleine Doktor hats uns vorgemacht.
    Funktioniert auch bestimmt noch heute.
    Zumal ja der Name “Isidor” gestern wie heute keinen Beleidigungstatbestand darstellt…
    20 Glappo Monte // Aug 10, 2010 at 17:13
    @BWLer // Aug 10, 2010 at 13:22
    Richtig. Auch das Geschrei ist dasselbe.
    Man vergleiche, wie Friedrich der Große sich angesichts einer Karikatur auf seine Person verhielt. Der meinte nur: “Hängts doch tiefer, …”
    21 Anonymous // Aug 10, 2010 at 18:33
    Keiner soll sagen, er sei ein KAFFERNLORI oder ein PROVINZMIELKE!
    Das soll man nicht!
    KAFFERNLORI sagen ist nicht schön!
    22 Couperet // Aug 10, 2010 at 19:53
    Dieser Satz auf dem Plakat gefällt mir ganz besonders:
    “Caffier ist damit der Inbegriff eines bundesdeutschen Demokraten, mittlerweile ein Synonym für Heuchelei, Käuflicheit und Lüge.”
    23 bildad // Aug 10, 2010 at 21:06
    Am besten ist aber die Sylvia Bretschneider, die M-V Landtagpräsidentin, die sogern Ordnungsrufe verteilt an die NPD.
    Die ist etwas verbissen, die bräuchte ein paar niederösterreichische FPÖ Landtagsabgeordente.
    Wenn das Gottfried Waldhäusel und Karl Schwab aufgeigen würden, weiß sie wie nett die NPD ist.
    ” Süüüverl, du haaast a Fisuuur, wiiie a Kloobesen”
    ” Süüüüverl, du haaaast nur deshaalb aaan Schääädel, damits die iiin Haaals net eineregnnet ”
    http://www.youtube.com/watch?v=mDIP9Mc2J10
    Im NÖ-Landtag sind alle miteinander per Du, also auch FPÖ mit SPÖ, ÖVP und Grünen.
    http://www.youtube.com/watch?v=8M23qkN0sLo
    Der ist nicht betrunken, der redet immer so.
    24 ARISCHE GUNST // Aug 10, 2010 at 21:06
    Schön gestaltet und man erkennt auch den Täter gut – 1a – liebes Aufklärungskommando !
    25 bildad // Aug 10, 2010 at 21:32
    http://www.youtube.com/watch?v=pDDG05jM95g&feature=related
    Politische Scherzsendungen gibst eigentlich im BRD-Fernsehen wenige. (Auszug Ende).

    … und so könnte man dies Seitenweise aufzeigen.

  4. Zitat:
    „Lozowick verschweigt keineswegs die Vorgänge in Deir Yassin, Kibiya oder Sabra und Shatila. Doch einerseits konnten solche Strömungen bzw. Handlungen in der israelischen bzw. jüdischen Gesellschaft niemals die Oberhand gewinnen, bzw. wurden diese mehrheitlich abgelehnt, andererseits geschahen und geschehen bei jedem (Unabhängigkeits-) Krieg in der Geschichte, teilweise entsetzliche Gräueltaten.“

    1) Wie kann man eine Gräueltat mit vielen anderen in anderen Kriegen rechtfertigen? Wie kann es sein, dass man nicht aus der Geschichte lernen kann? Hat nicht jeder Mensch eigentlich eine moralische Verpflichtung, unschuldige und wehrlose Menschen nicht zu töten? Ganz gleich ob das bei den früheren Befreiungskriegen immer so war oder nicht.

    2) Was gab es für Konsequenzen nach Sabra und Shatila? Warum konnte sich, obwohl anscheinend der Vorsatz gefasst wurde, Qibya in Zukunft zu verhindern, so ein Massenmord abspielen? Warum wude Ariel Sharon, der allem Anschein nach informiert war, wiedergewählt?
    Und warum hat die israelische Armee, die die Flüchlingslager zu der Zeit umstellt hatte, angeblich um die restlichen Milizen zu entwaffnen, nicht eingegriffen? Waren das nur einige wenige schwarze Schafe oder fand der als Racheaktion in die Geschichte eingegangene Völkermord unter Umständen doch bei der breiten israelischen Masse Anerkennung?

    Wie kann Lozowick das legitimieren? Fällt ihm dazu etwas ein? Die Argmuente würde ich gerne hören. Und die Angehörigen der 460 – 3300 (lt. Wikipedia) Ermordeten sicher auch.

    Nein, ich trage kein Palituch, würde das auch nicht tun, weil ich mich mit der Idee nicht identifizieren kann. Doch kann ich Leute verstehen, die das aus Überzeugung tun. (Zumindest aus Anti-Israelismus, denn um sich gegen Israels Kriege zu stellen muss man kein Antisemit sein!)

  5. Lieber Herr bzw. liebe Frau X,

    so wie ich das Buch lese, geht es Lozowick nicht darum, die geschehenen Gräueltaten einfach zu rechtfertigen. Sondern eher darum, diese aus dem historisch-politischen Kontext „erklärbar“ zu machen. Wobei „erklärbar“ nicht heißt, diese moralisch als gut (oder schlecht) zu bewerten. Ich bitte Sie sich vor Augen zu führen, dass Israel im Unabhängigkeitskrieg von 1948 (drei Jahre nach dem Ende der Shoah!!) über wenig Waffen verfügte und vor allem mit einem Vernichtungswunsch seitens der Kontrahenten konfrontiert war.
    Wenn Sie fragen, warum man nicht aus der Geschichte lernen kann, dann frage ich Sie, warum Sie das ausgerechnet im Falle Israel fragen. Und nicht im Falle Kambodscha, Srebrenica, Ruanda oder Darfur und an vielen anderen Orten der Welt. Auch gerade nicht in Deutschland, wo allwöchentlich Nazis aufmarschieren, geschützt durch Polizei und gerichtlich legitimiert.
    Und ja, Nationen gründen sich auf Gewalt. Sicher ein Grund, Nationen und das dahinter stehende Konstrukt zu kritisieren. Aber meinen Sie, dies würde in einer zukünftigen palästinensischen Nation anders sein?
    Und ja, diese von Ihnen erwähnte moralische Verpflichtung hat ein Mensch auch meiner Meinung nach. Doch wo auf dieser Welt hält sich der Mensch – im moralischen Sinne- im Moment daran? Und warum kritisiert man dann in erster Linie Israel? Und: Wie hätte man mit diesem moralischen Anspruch z. B. den Nationalsozialismus stoppen sollen? Albert Einstein, ein Pazifist, hat dieses Dilemma gut auf den Punkt gebracht: „Bis 1933 habe ich mich für die Verweigerung des Militärdienstes eingesetzt. Als aber der Faschismus aufkam, erkannte ich, dass dieser Standpunkt nicht aufrechtzuerhalten war, wenn nicht die Macht der Welt in die Hände der schlimmsten Feinde der Menschheit geraten soll. Gegen organisierte Macht gibt es nur organisierte Macht; ich sehe kein anderes Mittel, so sehr ich es auch bedaure.“
    Soweit ich das Buch verstehe, geht es dem Autor darum zu zeigen, dass in Israel eine Diskussion über das Vorgehen der Armee einsetzte. In Tel Aviv demonstrierten zwischen 300.000 und 400.000 Menschen gegen dieses Vorgehen.
    Die Frage ist eher, ob und in welchem Ausmaß in irgendeinem arabischen Land für israelische Opfer demonstriert wurde? Gab es jemals ein Wort einer arabischen Regierung des Bedauerns über die zivilen Opfer von Selbstmordattentaten? Gibt es überhaupt eine innerarabische Diskussion darüber, dass die Hamas (die ja im Gazastreifen ganz legal gewählt wurde) in ihrer Charta die antisemitischen „Protokolle der Weisen von Zion“ zitiert?

    Lozowick will – meiner Meinung nach – nicht legitimieren, wie Sie sagen, sondern eher Verständnis für die israelische Situation erzeugen.

    Und ich kann keinen Menschen verstehen, der/die ein Palituch trägt. Denn „Anti-Israelismus“ ist nur ein ganz schlechter Deckmantel für den dahinter steckenden Antisemitismus.

Comments are closed.