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Neonazis ziehen ungehindert durch Anklam

01. August 2010 23:20 1.170 mal gelesen 13 Kommentare

Etwa 200 Neonazis marschierten am 31. Juli unter dem Motto “Gegen kinderfeindliche Bonzen – für eine lebenswerte Zukunft in unserer Heimat – Freiheit statt BRD” ungehindert durch Anklam. Ursprünglich hatte die NPD ein Kinderfest angemeldet, was jedoch von Seiten der Stadt nicht genehmigt wurde, da zur selben Zeit am selben Ort eine Jungbürgerversammlung abgehalten wurde.

Von Webmoritz

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Neonazi-Parade in Anklam (Quelle: Webmoritz)

Nachdem die NPD sich gerichtlich gegen diese Entscheidung nicht durchsetzen konnte, kündigte sie eine Demonstration unter besagtem Motto an. Diese wurde von Michael-”Poleninvasion stoppen”-Andrejewski angemeldet. Darauf hin folgte eine Mobilisierung zur Gegendemo durch die Antifa. Nachdem beide Demonstrationen durch den Landkreis Ostvorpommern verboten wurden, rief die Antifa dazu auf, nicht nach Anklam zu fahren. Es folgte einen Tag später, am 29. Juli von Seiten des Verwaltungsgerichtes Greifswald eine Aufhebung des Verbotes des Neonaziaufmarsches. Im Gegenzug entschied der Landkreis, das Verbot der Gegendemo wieder aufzuheben.

Ungeachtet dessen hielten die Organisatoren an der Demobilisierung fest. Der Anklamer SPD-Ortsverband und Greifswalder Jusos hofften bis zuletzt, dass sich ungeachtet der Demobilisierung dennoch genügend Antifaschistinnen und Antifaschisten einfinden würden, sodass doch noch eine Gegendemo in kleineren Rahmen stattfinden könnte. Diese Hoffnung ging nicht in Erfüllung. Zwar kamen aus Greifswald Vertreterinnen und Vertreter der Jusos, Jungen Union, Grüne und Liberale nach Anklam, allerdings reichte die Teilnehmerzahl nicht für eine Gegendemo oder Kundgebung aus.

“Diese Scheiß-Nazis!”

Die Neonazis, darunter auch Udo Pastörs, konnten ungehindert durch die Stadt marschieren und in der Südstadt eine Kundgebung abhalten. Ferner wurden die Bürgerinnen und Bürger von der Stadt dazu aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen, Fenster und Türen geschlossen zu halten und so den Nazis “die kalte Schulter” zu zeigen. Und so war an diesem Tag außer rund 250 Polizisten, 200 Neonazis, vereinzelte Touristen und Passanten in Anklams Straßen kaum jemand zu sehen. Im Umfeld der Demontration hielten sich kleinere Gruppen von Neonazis auf, vermutlich um eventuelle Aktivitäten von Antifaschistinnen und Antifaschisten zu beobachten. Wenngleich sich die Neonazis – abgesehen von “Freiheit statt BRD” und “Für den nationalen Sozialismus”-Parolen – ruhig verhielten, wurden die angereisten Nazigegner von der Polizei gewarnt, “nicht vor den Nazis herum zu springen.”

Das am Vortag von der Stadt Anklam am Steintor aufgehangene Protestplakat “Kein Ort für Neonazis in Anklam” wurde in der Nacht zum Samstag von Neonazis mit Farbbeuteln beworfen. “Diese Scheiß Nazis” kommentierte erregt ein vorübergehender Anklamer die Aktion. Ein ebenfalls vor dem Rathaus aufgehangenes Banner dieser Art wurde von den Faschisten entfernt. Die Neonazis kündigten zudem an, künftig an jedem Wochenende im September ein Kinderfest veranstalten zu wollen und hätten dies bereits angemeldet.

Friedensgebet gegen Nazis und Jungbürgerversammlung

Um 12 Uhr fand in der Marienkirche ein halbstündiges ökumenisches Friedensgebet statt, um dennoch ein Zeichen gegen den Neonaziaufmarsch zu setzen. Die rund 50 Kirchenbesucher sangen mehrere Friedenslieder und beteten für den Frieden in Anklam. In dem Gebet äußerten sie die Hoffnung, dass “die Polizisten und Einsatzkräfte das Richtige tun und der Versuchung der Macht widerstehen und Frieden suchen werden.”

Von der Stadt Anklam wurde am Nachmittag die zweite Jungbürgerversammlung unter Beteiligung von CDU, SPD, Initiative für Anklam und der Linkspartei ausgerichtet. Die Veranstaltung diente dem Ziel, die Jugendpartizipation in der Stadt zu steigern. Anklams Bürgermeister Michael Galander kam somit mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch. Dieser war angesichts der Fragen teilweise überrascht. Es ging nicht nur um “Bolzplätze” und die Sanierung von historischen Gebäuden, sondern auch um die vielen Baustellen. Die Ansiedlung von McDonalds war für die meisten Jugendlichen von besonderer Wichtigkeit. Der Neonazi-Aufmarsch vom Vormittag wurde von keinem der Anwesenden thematisiert. Dennoch distanzierte sich Galander indirekt von der NPD, indem er den Jugendlichen erklärte, wie viele “demokratische Parteien” im Stadtrat säßen, mit denen er als Bürgermeister zusammen arbeite. Die NPD fiel nicht darunter.

Im Gespräch mit dem webMoritz äußerte Galander, dass künftig wesentlich stärker gegen Nazis vorgegangen werden soll. Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt fühlten sich in den vergangen Jahren von der Kommunalpolitik vernachlässigt, was die NPD ausnutzte. Dem wolle man nun durch Aktionen wie eben beispielsweise dem Jungbürgerforum begegnen. Man wolle viel stärker den Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern suchen. “Nazis haben in Anklam nichts verloren. Erst wenn der letzte Nazi aus Anklam weg ist, geht es wieder aufwärts mit der Stadt”, so der 40-Jährige weiter. Daher werde es die Stadt auch nicht hinnehmen, dass die NPD jedes Wochenende im September ein Kinderfest in Anklam veranstaltet und kündigte Widerstand dagegen an. Auf einen Aufruf, an der von der Antifa angekündigten Gegendemo teilzunehmen, verzichtete der Bürgermeister, da er befürchtete, dass sich unter den nach Anklam anreisenden Demonstrantinnen und Demonstranten linke Gewalttäter befänden. Er wollte sich nicht hinter eine Demonstration stellen, bei der es seiner Meinung nach möglicherweise zu Ausschreitungen gekommen wäre.

Bei Webmoritz gibt es mehrere Bilder von dem Aufmarsch.

Siehe auch: Protest in Anklam: Türen und Fenster geschlossen halten!

13 Kommentare »

  • Tweets that mention NPD-BLOG.INFO » Blog Archive » Neonazis ziehen ungehindert durch Anklam -- Topsy.com said:

    [...] This post was mentioned on Twitter by NPD-BLOG.INFO and bov, Gegen Nazis. Gegen Nazis said: @npdde @claus_cremer Neonazis ziehen ungehindert durch Anklam: Etwa 200 Neonazis marschierten am 31. Juli unter de… http://bit.ly/a9VVRM [...]

  • WW said:

    Die NPD zeigt hier in aller Deutlichkeit ihre wahre Strategie:

    “Die Neonazis kündigten zudem an, künftig an jedem Wochenende im September ein Kinderfest veranstalten zu wollen und hätten dies bereits angemeldet.”

    Es geht also weder um Kinder noch um politische Inhalte, sondern allein um die Provokation der Öffentlichkeit, da ein Kinderfest in jeder Woche wohl jedem Sinn Hohn spricht.

    Man nun ein Thema gefunden, um gerichtlich abgesichert gegen den Willen der Stadt und der Gesellschaft zu agieren und Propaganda zu treiben und man nimmt diese Möglichkeit dankbar an. Dadurch gewinnt man zwar keine Anhänger, aber man findet Selbstbestätigung in dem Prinzip “Wir gegen die” und fühlt sich dadurch aufgewertet. Wenn man schon sonst nichts zu präsentieren hat – armselig.

  • mar52 said:

    “Halten sie Fenster und Tueren geschlossen,
    Augen und Ohren offen,
    freut euch Leute, ab heute wird zurueckgeschossen [...]
    was nuetzt der Aufstand der Anstaendigen?, stand auf einer Hauswand
    was wir hier brauchen ist ein anstaendiger Aufstand!’

  • foldar said:

    So, wie die NPD nach Anklam ihre Demonstranten mitbringt, wird sie auch die Kinder mitbringen müssen.
    Aber noch sind nicht alle Messen gesungen. Das schöne Gelände am Peene-Nordufer ist verpachtet, keine Chance. Aber an anderen Standorten sind die rechtlichen Möglichkeiten zur Abwehr eines nationalen Puppentheaters leider nicht so gut. Ich bin mir aber sicher, die Anklamer Eltern werden ihre Kinder zu schützen wissen. Mit Ablehnung und Kreativität.
    Wenn die NPD den Druck erhöht, als Wahlkampf, dann ist das eine neue Strategie. Bisher war sie hier lammfromm und “Bürgerfreundlich”. Mit der Demo war das Entsetzen schon groß. Wenn jetzt die Stadt mit Kinderfesten bombardiert werden soll, kommen die Braunen aus der Deckung. Somit werden sie auch beim politisch uninformierten Bürger den
    “ach so schlimm sind die doch gar nicht” Bonus verlieren. Hoffe ich

  • U.R, said:

    Wie braun ist Anklam wirklich?

    Augenzeugenbericht zur Demonstration „Freiheit statt BRD“ * am 31.7.2010 in Anklam.

    Nach dem Verbot eines „nationalen Kinderfestes“ am nördlichen Peeneufer wird die Stadt Anklam mit einer Demo der Rechtsextremen konfrontiert, das erste Mal seit 14 Jahren. Am 31. Juli 20.10 um 11.30 soll die Demo am Bahnhof starten.

    10.00 Bahnhof Anklam. Es ist ruhig, die Polizei hat sich bereits postiert. Es ist auch noch kein Demonstrant in Sicht.
    10.10 Kino Anklam. Es war kurzfristig verabredet, dass sich Gegner der Nazi-Demo gegen 10.15 vor dem Anklamer Kino treffen. Nach dem Hin und Her von Genehmigung und Verbot, Aufruf zur Gegendemo und Rücknahme des Aufrufes war klar, es werden nur sehr wenig Leute kommen. Die Stadt Anklam und viele der Bürger hatten dann selbst die Strategie der „kalten Schulter“ ausgegeben.
    10.30 Am Kino sammeln sich etwa 20 Leute, das weitere Vorgehen soll überlegt werden. Ich fahre unterdessen zum Bahnhof.
    10.45 -10.50 Der Regionalexpress aus Richtung Berlin fährt auf Bahnsteig 1 ein. Einige Duzend Demonstranten in eindeutiger Kleidung und Ausrüstung verlassen den Zug. Beim groben Zählen komme ich auf etwa 90 bis 100 Personen. Es ist zu sehen und auch zu hören, dass die Demonstranten zum Teil weite Wege hinter sich haben. Aufschriften auf schwarzen und rot-schwarzen T-Shirts benennen Städte im Südosten MVs und dem Norden Brandenburgs und Berlin.
    Sie werden über die Fußgängerschranke auf den Bahnsteig 2 geleitet und müssen an allen Wartenden Fahrgästen in einer schmalen Gasse vorbei. Es fällt kein Wort von den Wartenden. Kein Blickkontakt. Die Stimmung ist eisig. Auch die rechten Demonstranten sind wortkarg. Als die Prozession kurz zum Stehen kommt, hört man ein paar Belanglosigkeiten.
    11.09 Mit Verspätung fährt der Regio aus Richtung Stralsund auf Bahnsteig 2 ein. Die Prozedur wiederholt sich. Es steigen etwa 40 bis 60 Personen aus, die sich eindeutig den Demonstranten zuordnen lassen. Sie kommen aus Rostock, Stralsund, Wismar, Hamburg, Hannover, habe ich später erfahren.
    11.20 Die rechten Demonstranten sammeln sich zu Musik rechter Liedermacher, aber auch Klaus Lage und „die Ärzte“ werden gespielt.
    Einige wenige Anklamer haben sich in Höhe Durchgang zum Buss-Bahnhof aufgestellt, um zu beobachten. Der Bürgermeister ist auch da und spricht mit den Beamten, der Presse und mit Bürgern.
    Ein Redner * begrüßt die Kameraden in der „national befreiten Zone Anklam“ .Ein schallendes Gelächter aus Richtung der erwähnten Anklamer Bürger, provoziert wütende Blicke, aber es bleibt ruhig.

    11.30 der Zug formiert sich. Er besteht aus 150 bis 200 Personen. (bei der Bildauswertung kam ich auf 187 Personen) Nach Beobachtungen waren fünf bis sechs Demonstranten aus Anklam dabei. Diese Zahl wurde mir so ungefähr auch von anderen Seiten bestätigt. Es hat sich, bis auf eine Radfahrerin, nach meinen Eindruck, niemand angeschlossen,. Bei der Bildauswertung der „Zwischenkundgebung“ komme ich wieder auf eine Zahl von etwa 190 Personen.

    11.50 der Zug marschiert durch die Innenstadt Anklams. Es gibt keine Sympathie-Bekundungen der Bürger. Einige wenige schauen immer mal wieder schweigend, im angemessenen Abstand, auf das Geschehen. In der Friedländer Straße ist dann alles leer, keine Beobachter, Stille. Ich fahre zur Marienkirche.

    12.00 Marienkirche Anklam. Es findet aus aktuellem Anlass ein ökumenisches Friedensgebet statt. Hier sind vor allem ältere Anklamer gekommen. Am Ende der Andacht sind es 50 bis 60 Personen, dann auch einige jüngere Leute.
    12.45 Über den Schülerberg fahre ich zur Südstadt, Anklams sozialem Brennpunkt. An der Ecke Lübecker Straße, Rigaer Straße ist die Kundgebung schon im Gange. Es spricht Redner 1*, über die Angst der Anklamer „Bonzen“ als Rechte Hochburg dazustehen, was ein Segen für die Partei* wäre. Der „zu junge“ Bundespräsident wird bemüht. Auch verlorene Prozesse haben ihren Nutzen, da man Informationen bekommt, Er kündigt an, Anklam im Herbst mit „Kinderfesten“ überziehen zu wollen, dass sich alle noch wundern werden, und so weiter.

    Die rechten Demonstranten haben sich im Rondell formiert und applaudieren. Ich fahre um die Kundgebung herum und sehe etwa 20 sitzende Personen, die durchaus Bewohner der umliegenden Wohnungen sein könnten. Unter Ihnen, einige ältere Leute und auch ein paar Kinder. Sie applaudieren und johlen gelegentlich mit. Aus den Fenstern und von den Balkonen gibt es keinerlei Zuspruch und auch keine ausdauernden Zuhörer. Die Polizei hat wenig zu tun und die Presse ist auch da. Im größeren Abstand stehen vier Jugendliche mit Getränken und schweigen.

    13.10 in anstrengendem Tonfall spricht Redner 2* lange über die Leibesfülle des Anklamer Bürgermeisters und, dass sie, „die Bonzen“, alle so aussehen. Dann Stasi und Verfassungsschutz, ein bisschen DDR-Verklärung, etwas deutsche Jugend, mir reicht es.

    13.25 Ich fahre in die Stadt zurück. Am Steintor, dem Wahrzeichen Anklams, haben sich einige Bürger versammelt. Das große Plakat mit der Aufschrift „Anklam kein Ort für Neonazis!“ ist mit Farbbeuteln beworfen worden. Die historische Fassade des mittelalterlichen Bauwerks wurde dabei beschädigt. Kurz entlädt sich der Zorn: „Was wollen die hier!“ „ ….dieses Affentheater, lassen an einem Samstag die Straßen dicht machen, wo man eh schon nicht von A nach B kommt.“ „…man traut sich gar nicht zu sagen, dass man aus Anklam kommt.“, „ den Kreissitz haben die uns doch auch gekostet“ . Es sind sieben ältere Leute zwischen 50 und 70 Jahren. Ich bin erstaunt.

    13.45 Für die Vorbereitung der Jungbürgerversammlung hole ich mein Auto und fahre zum Netto in der Demminer Landstraße. Die 1,5 km von hier bis zum Nordufer der Peene stehe ich mich 45 lange Minuten durch die Stadt und über die Peenebrücke. Urlauber und Einheimische sind außer sich.

    15.00 die zweite Jungbürgerversammlung der Hansestadt Anklam beginnt. Hier, am malerischen Nordufer der Peene, war das Kinderfest der rechtsextremen Partei geplant. Nun findet hier eine Versammlung statt in der, junge Leute die Stadtpolitik mit Fragen löchern können und Ihre Wünsche äußern. Es gibt Musik, Bratwurst, Getränke, Gespräche und ein Streetsoccer-Match, mit sechs Mannschaften. Die Siegermannschaft spielte dann gegen die Auswahl der Stadtvertreter. Die hatten gegen die Kids natürlich keine Chance, aber witzig war es schon.
    Trotz Ferien, Strandwetter und kurzfristiger Planung waren immerhin gut 70 Leute, große und kleine da. Wir saßen noch lange. Irgendwann, gegen 19.00, näherten sich einige junge Herren in rot-schwarzen Shirts und sehr kurzen Haaren. Auf der Hälfte der Peene-Fußgängerbrücke drehten sie aber wieder ab. Hier war es ein guter Tag für Anklam. U.R.

    * Ich werde keine Namen nennen, ich werde die Partei nicht nennen. Jeder wird wissen, worum es geht.
    Durch die Nennung von Namen der Redner oder anderer rechtsextremer Akteure würde ich zu
    einem weiteren Bedeutungsgewinn dieser Personen beitragen. Das lehne ich ab. Ich bitte um
    Verständnis.

    P.s. Ich bin weder Mitglied der Stadtvertretung, noch Angestellter der Stadt. Ich bin auch nicht eingebunden in die Arbeit von Demokratie-Förderungsprojekten. Ich bin Anklamer Bürger, mehr nicht.

  • NPD-BLOG.INFO » Blog Archive » Auflagen für Proteste erleichtern Neonazi-”Trauermarsch” said:

    [...] 31. Juli 2010 konnten Neonazis ungestört durch Anklam ziehen, da die Behörden eine Protestdemonstration zunächst verboten hatte – und erst wenige Tage [...]

  • WW said:

    Nun erlaubt sich die NPD eine billige Retourkutsche:

    “Wir haben es als nationale Freiheitsbewegung nicht nötig, uns mit Fahrkosten und „Lunchpaketen“ Demonstranten zu kaufen. Im Gegensatz zum herrschenden System, welches die Treue seiner Anhänger mit schnödem Mammon regelrecht erbetteln muß, lebt unsere Bewegung vom weltanschaulichen Idealismus jedes Einzelnen.

    Solches Werben von Demonstranten mag ja bei etablierten Parteien durchaus üblich sein und ist in der Vergangenheit ja auch so schon geschehen. Ich erinnere da nur an kostenlose Busse von Gewerkschaften zu Demonstrationen gegen Rechts und ersatzweise freie Tage für Teilnehmer aus dem öffentlichen Dienst.”

    Mich hätte sehr interessiert, wo denn “Teilnehmer aus dem öffentlichen Dienst” freie Tage bekomme hätten. Leider nennt er keine Beispiele – Überraschung.
    Und dass Gegenproteste mit schnödem Mammon regelrecht erbettel[t]” werden müssen, sollte er auch einmal belegen müssen. Oder ich habe die Auszahlstelle einfach nie gefunden.

    Er vergisst alledings zu erwähnen, dass den Nazis öfter schon kostenlos Busse und Bahnen zur Verfügung gestellt wurden – auf Anweisung der Polizei und auf Kosten der Verkehrsunternehmen, damit sie zu ihren Demonstrationen trotz der Gegenproteste überhaupt anreisen konnten.

  • Anklamer said:

    Jetzt auch Hansa kein Ort für Nazis
    Erst Kinderfest abgesagt, dann keine Zuschauer und nun noch dies:http://www.endstation-rechts.de/index.php?option=com_k2&view=item&id=5194:rote-karte-f%C3%BCr-past%C3%B6rs-%E2%80%93-hansa-rostock-fans-jagen-npd-aus-dem-stadion&Itemid=618

  • WW said:

    Nein, nein, die NPD kümmert sich wirklich sehr um Kinder! Siehe:

    “Weil er Kinderpornos aus dem Internet heruntergeladen und dort auch weiterverbreitet haben soll, muss sich ein 24-Jähriger am Donnerstag vor dem Mühldorfer Amtsgericht verantworten. Für besondere Brisanz sorgt dabei der persönliche Hintergrund des Angeklagten: Nach PNP-Recherchen handelt es sich bei ihm um einen Kandidaten der rechtsextremen NPD für die Bezirkstagswahl vor zwei Jahren.”

    http://www.pnp.de/nachrichten/artikel.php?cid=29-29081542&Ressort=onli&Ausgabe=a&BNR=0

    Leider muss die Sorge um Kinder aber zurück stehen, wenn es um die “Verschwulung der Gesellschaft” geht – man hat nämlich seine Prioritäten:
    NPD-Kreisverband Vorderpfalz plant am Samstag in Ludwigshafen Kundgebung gegen Mannheimer Christopher Street Day – und stört damit ein Kinderfest:

    http://www.pnp.de/nachrichten/artikel.php?cid=29-29081542&Ressort=onli&Ausgabe=a&BNR=0

    Man erwartet 60 Nazis – gegen 60000 CSD-Besucher. Die NPD wird also quasi “in der Mitte des Volkes”… eingekesselt :-)
    Dass man als Motto ausgerechnet “Gegen Gender Mainstreaming” gewählt hat, zeigt das Unwissen über den Inhalt des Begriffes auf – peinlich, peinlich….

  • NPD-BLOG.INFO » Blog Archive » MVP: Neonazis gehen in die Offensive said:

    [...] Siehe auch: Hetze gegen Politiker: Razzia bei NPD-Funktionär, „Dorfgemeinschaft Jamel“, Moralische Nazis für Recht und Ordnung?, Neonazis ziehen ungehindert durch Anklam [...]

  • NPD-BLOG.INFO » Blog Archive » NPD verliert Fraktionsstatus in Anklam said:

    [...] Stolpersteine in Anklam beschmiert, Neonazi-Angriffe in MVP: Mit System gegen das System?, Neonazis ziehen ungehindert durch Anklam, Protest in Anklam: Türen und Fenster geschlossen halten!, Gericht verbittet sich Singen von [...]