„Steiner“ Wulff auf Riegers Spuren

Der NPD-Funktionär Thomas „Steiner“ Wulff hat die Briefkastenfirma des verstorbenen Neonazi-Anwalts Jürgen Rieger übernommen. Das geht aus einem Bericht der Ostthüringischen Landeszeitung hervor. Demnach stellte sich Wulff auf dem „9. Thüringentag der nationalen Jugend“ in Pößneck als neuer Direktor der Londoner Firma „Wilhelm Tietjen Stiftung fuer Fertilisation Limited“ vor, der das Schützenhaus gehört. Internet-Eintragungen zur so genannten Stiftung im Companies House, dem britischen Handelsregister, bestätigen dies laut TLZ.

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Thomas Wulff (Foto: Marek Peters)

„Wir werden alles Mögliche tun, um das Schützenhaus für unsere Bewegung zu erhalten“, sagte Wulff den Angaben zufolge auf der Veranstaltung im Pößnecker Lutschgenpark. Das Gebäude solle „ausgebaut“ werden und „irgendwann den Namen von Jürgen Rieger tragen“. „Ich bin da der Chef“, erklärte Wulff auf Nachfrage der OTZ. „Das Objekt ist vermietet“, fuhr er fort. Hauptmieter sei André Kapke, der im vergangenen Jahr das so genannte Fest der Völker der NPD im Hinterhof des Schützenhauses veranstaltet hatte.

Wulff hatte zuletzt ein Schloss in Trebnitz gekauft. Er gehört zu dem offen agierenden NS-Flügel der NPD. Auf Demonstrationen heizt er den Teilnehmern schon mal ordentlich ein, wie beispielsweise am 1. Mai 2008 in Hamburg oder auch am 13. Februar 2010 in Dresden, als er per Lautsprecher eine offene Drohung an die Adresse der Polizei aussprach, da die Neonazis nicht marschieren konnten: „Um 18.00 Uhr fahren unsere Busse ab. Wenn man uns nicht zu ihnen durchlässt, werden unsere Kameraden ausschwärmen und dafür sorgen, dass die Polizei hier in Dresden heute Nacht keine Ruhe hat.“ Zur Bekräftigung der Worte und ihrer Gewaltbereitschaft ließen seine Gesinnungsgenossen einen Geschossregen aus Flaschen und Fahnenstangen auf die Beamten niederprasseln.

Wulff wurde zudem vor wenigen Monaten zu einer Strafe von 1200 Euro verurteilt. Der 47-Jährige stand am 08. April 2010 in Passau erneut vor Gericht. Er war gegen ein Urteil wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen in Berufung gegangen. Der NPD-Funktionär hatte eine Hakenkreuzflagge auf das Grab des Altnazis Friedhelm Busse gelegt und wurde dafür zu einer Geldstrafe von 1200 Euro verurteilt. Da der Neonazi mehrfach vorbestraft ist, hatte der Staatsanwalt eine Haftstrafe von sechs Monaten ohne Bewährung verlangt. 

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4 thoughts on “„Steiner“ Wulff auf Riegers Spuren

  1. Wie kann der SS-Freak „Steiner“-Wulff „Geschäftsführer“ einer Firma werden, die längst aus dem Londoner Register gelöscht wurde, da Rieger (als Anwalt!) ständig falsche Angaben machte …? *grübel* …aber egal.

    Aufgeschnappt:

    „Es ist doch nicht die rote Fahne vom Kreml geholt worden, um das ZK von Moskau nach Brüssel zu verlegen.“(Gauweiler)

    http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0617/seite3/0002/index.html

    Da hab` ich eigentlich auch keine Fragen mehr. – Die einzige Frage wäre nach einem neuen Termin bei “Dr. Toll”, da in mir immer solch seltsame Assoziationen zu Adolf Hitler (in Lederhosen) auf`m “Berghof” hochkommen, wenn ich etwas über Berlin-Bayrische “Kamingespräche”, das “sich Freimachen”, “das deutsche Volk” etc. lese …

    Wenn Herr Gauweiler einmal das Zeitliche segnet, dann sollte ihn das Goethe-Institut in Japan ausstopfen lassen und einem dortigen Museum zur Verfügung stellen: als Abbild des Bayrischen “Ur-alt Lieb-Heidi-Großväterchen”. – Das würde “dem” Durchschnittsjapaner sicherlich gefallen … *trööööt* 😉

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