KZ-Gedenken: NPDler will sich niederknüppeln lassen

Diese Gelegenheit lässt sich die NPD nicht entgehen, um sich später als Opfer darstellen zu können: Nachdem Gäufeldens Bürgermeister Buchter den NPD-Funktionär Janus Nowak zunächst zur Einweihungsfeier der Hailfinger/Tailfinger KZ-Gedenkstätte eingeladen – und dann wieder ausgeladen hatte, kündigt der NPDler nun an, dennoch an der Feier am 06. Juni teilnehmen zu wollen. Auf der Internetseite seiner Partei kündigte der stellvertretende NPD-Landesvorsitzende an, er werde der „Ausladung nicht Folge leisten“ und er werde sich „auch vor den Augen der damaligen Lagerinsassen und ihrer Angehörigen von der anwesenden politischen Polizei gegebenenfalls niederknüppeln und abführen lassen, so wie es einst die Gestapo mit den Juden getan hat.“Damit erhält der Bürgermeister die Quittung für seine Einladung des NPD-Manns.

MAF
Neonazis wollen den Begriff Holocaust umdefinieren - und Deutsche als Opfer darstellen (Foto: Marek Peters)

Derweil prüft die Staatsanwaltschaft Stuttgart einem Bericht des Schwäbischen Tageblatts zufolge, ob Nowaks Äußerungen strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Der NPD-Mann hatte unter anderem KZ-Opfer als „jüdische Kriegsgefangene“ bezeichnet.

Täter-Opfer-Umkehr

Mit der Täter-Opfer-Umkehr versucht die extreme Rechte immer wieder, die deutschen Verbrechen zu verharmlosen und zu relativieren. Zudem soll dadurch das politische System delegitimiert werden. Immer wieder verhöhnen NPD und andere Neonazis immer wieder die Opfer des Holocaust – sei es durch entsprechende Reden oder dem Fernbleiben von Gedenkminuten in Landtagen. Andererseits wäre eine Teilnahme der geistigen Nachfolger der NSDAP ebenfalls blanker Hohn, daher ist es eher zu begrüßen, dass die NPD an solchen Veranstaltungen nicht teilnimmt.

Danke für den Hinweis, fehlendes „nicht“ ergänzt!


Siehe auch: JN marschiert mit Genehmigung über Stolpersteine

7 thoughts on “KZ-Gedenken: NPDler will sich niederknüppeln lassen

  1. Manchmal wuensche ich mir, dass die Nazis wirklich so unterdrueckt wuerden, wie sie es gerne wahrnehmen. Meistens aber nicht.

  2. soll er doch kommen dann können die überlebenden der shoa zusammen mit uns mal den birnen zeigen wat se von dennen halten
    dann knüppeln wir die nieder so wie es die rote armee in stalingrad gemacht hat
    zurecht

  3. hey, und der einladende ist dann auch opfer: win-win!

    @2 (mar52):

    das ist ja gerade das fiese an dem nazi-fascho-sündenbock-kacke. stark bleiben muss jeder selber!

    .~.

  4. Vielleicht haben wir Glück, und der NPD-Mann wird „auf der Flucht erschossen“ … *lol* 😉

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