NPD verliert Mandatsträger in Wittenburg

Der Wittenburger Stadtvertreter Ramon Resesky ist auf der jüngsten Sitzung der Stadtvertretung mächtig in Erklärungsnot. Einem Bericht der Schweriner Volkszeitung zufolge habe Barbara Gubalke von der SPD-Fraktion den mit dem Mandat der NPD in die Wittenburger Stadtvertretung eingezogenen Mandatsträger nachdrücklich aufgefordert, sich endlich zu seiner Parteizugehörigkeit zu erklären.

Hintergrund sei, dass Resesky im März in einem internen Papier dem Bürgermeister der Stadt Wittenburg, Norbert Hebinck, mitgeteilt habe, dass er seit Jahresbeginn aus der NPD ausgetreten sei. Allerdings wolle er eine öffentliche Erklärung seiner Mandatsabgabe noch nachreichen. Und die forderten Gubalke und auch Margret Seemann von der SPD-Stadtfraktion laut SVZ auf der jüngsten Sitzung zunächst erfolglos ein. Sie argumentierten, immerhin habe die Öffentlichkeit ein Recht darauf, zu erfahren, mit wem möglicherweise andere Fraktionen der Wittenburger Stadtvertretung beabsichtigen, zusammenzuarbeiten. Das bekräftigte den Angaben zufolge dann auch Bürgervorsteherin Sybill Moß. „Wir als Stadtvertreter müssen wissen, mit wem wir es zu tun haben.“

Mit dieser Öffentlichkeit hatte der Angesprochene demnach allerdings Probleme. Denn nach der Aufforderung von Gubalke, dass er den Stadtvertretern eine öffentliche Antwort schuldig sei, konterte er, dass das auch geschehen werde. Den Zeitpunkt dafür bestimme aber er alleine. Offensichtlich wurde dann aber doch der Druck auf Ramon Resesky so groß, dass er im nichtöffentlichen Teil der Stadtvertretung eine Erklärung zu seinem Austritt aus der NPD abgab. Gegenüber der SVZ äußerte er sich schriftlich. Darin heißt es, „dass ich das Mandat für die NPD in der Stadt Wittenburg beendet habe, mein Mandat aber als Bürger der Stadt Wittenburg parteilos weiterführen werde“.

Siehe auch: Wolfenbüttel: Ex-NPDler Molau legt Mandat nieder

Anmerkung: Überschrift korrigiert

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