„Bernau ist kein Ort für rechte Propaganda“

„Bernau ist kein Ort für rechte Propaganda“. Unter diesem Motto planen laut Märkischer Oderzeitung verschiedene Vereine, Parteien und antifaschistische Initiativen gemeinsam mit dem Netzwerk für Toleranz und Weltoffenheit eine Veranstaltung gegen den für den kommenden Sonnabend geplanten Aufmarsch einer neonazistischen Organisation in Bernau. Die Kameradschaft Märkisch Oder Barnim plant demnach an diesem Tag eine Demonstration durch die Bernauer Innenstadt. Inzwischen habe sich ein überregionales Bündnis gegründet, das einen Aufruf „Kein Ort für rechte Propaganda“ verabschiedet hat, dem sich schon viele Gruppen, Einzelpersonen und Prominente angeschlossen haben.

Brandenburg nazifrei
Brandenburg nazifrei

„Unser Ziel, den Nazis entgegenzutreten, eint uns über alle sozialen, politischen oder kulturellen Unterschiede hinweg. Wir sind bunt und wir stellen uns den Nazis in den Weg. Von uns wird dabei keine Eskalation ausgehen. Wir sind solidarisch mit allen, die mit uns das Ziel teilen, die Naziaufmärsche verhindern zu wollen! Wir bitten alle demokratischen Bürgerinnen und Bürger, mit uns am 29. Mai auf die Straße zu gehen. Nur gemeinsam verhindern wir, dass Nazis Fuß fassen können“, heißt es in dem Aufruf.

Am Sonnabend ist ab 10 Uhr eine angemeldete Kundgebung am Bahnhof geplant, die neben einem kulturellen Angebot auch als Anlaufpunkt für weitere Aktivitäten an diesem Tag dient. Mit Blockaden, unterstützt durch ein vielfältiges Kulturprogramm, wollen die Initiatoren den Marsch der Rechtsextremisten durch Bernau stoppen. Gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde Landkreis Barnim lädt das Bernauer Netzwerk für Toleranz und Weltoffenheit um 10.30 Uhr zu den Stolpersteinen in der Bürgermeisterstraße ein. Dort werden zum Gedenken und zur Mahnung Blumen niedergelegt, um sich anschließend an den Protesten am Bahnhof zu beteiligen. Die Gedenkveranstaltung ist bei der Polizei angemeldet und wird auch von dieser unterstützt, teilen die Organisatoren mit.

Zu den Erstunterzeichnern des Aufrufes gehört auch Bernaus Bürgermeister Hubert Handke. „Zielstellung muss sein, diesem Aufmarsch einen deutlichen Widerspruch entgegen zu setzen“, so Handke, der auf eine friedliche Veranstaltung hofft.

Weitere Infos unter www.brandenburg-nazifrei.de.

Siehe auch: Rassistische Diskoschläger vor Gericht: Kritik an langer Verfahrensdauer,

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