NPD-Kreisrat wegen Diebstahls verurteilt

NPD-Kreisrat Stephan Latzel aus Görlitz ist nur knapp einer Gefängnisstrafe entgangen. Das Amtsgericht Görlitz verurteilte ihn einem Bericht der Sächsischen Zeitung zufolge wegen Diebstahls zu einer Freiheitsstrafe von zwei Monaten, setzte sie aber auf Bewährung aus. Außerdem muss Latzel im nächsten halben Jahr 150 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Latzel gestand, im September vergangenen Jahres Lebensmittel im Wert von 7,22 Euro in einem Görlitzer Supermarkt gestohlen zu haben. Der 31-Jährige musste sich den Angaben zufolge für diesen vergleichsweise geringen Betrag vor Gericht verantworten, weil er mehrfach vorbestraft ist und auch noch die Bewährungszeit aus einer anderen Verurteilung läuft. Stephan Latzel gehört dem Kreistag an und ist auch NPD-Vorsitzender in der Stadt Görlitz. Die NPD, welche gerne als Partei von Recht und Ordnung auftritt, sammelt also weiter fleißig Verurteilungen.

Antifaschisten aus Görlitz höhnen nach diesem erneuten Offenbarungseid der NPD:

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Screenshot der AFA in Görlitz

Wir sind jetzt schon gespannt welche schwachsinnige Ausrede der Görlitzer NPD für dieses sich ständig wiederholende Totalversagen ihres Ortsvorsitzenden einfällt. Vermutlich waren es wieder die linksEXTREME Antifa, oder auch die GlobalisierungsEXTREMISTEN der CDU, die Herrn Latzel da etwas in die Jackentasche geschoben haben. Doch dann stellte sich im Prozess ja auch noch heraus, dass Herr Latzel bereits zahlreiche Vorstrafen hat, also ein sogenannter Intensivtäter ist, weshalb die 7,22 € nun mit 2 Monaten auf Bewährung und 150 Arbeitsstunden zu Buche schlagen.

Die Kollegen von redok haben die Liste der Vorstrafen des NPD-Funktionärs aufgelistet:

Vor Gericht kamen seine Vorstrafen zu Sprache. 1.500 Euro Geldstrafe hatte das Amtsgericht München im Jahre 2002 gegen ihn verhängt, weil er von seinem Arbeitgeber Leistungen erschlichen hatte. Im Jahr darauf verurteilte ihn das gleiche Gericht erneut wegen Diebstahls zu 1.600 Euro Geldstrafe. Wieder ein Jahr später sind laut Urteil des Amtsgerichts Augsburg wegen Beleidigung mit vorsätzlicher Körperverletzung 2.400 Euro fällig.

Zurück in der sächsischen Heimat wurde für Latzel im Oktober 2006 erstmals eine Freiheitstrafe fällig. Wegen falscher uneidlicher Aussage verurteilte ihn das Amtsgericht Löbau zu acht Monaten auf Bewährung. Noch in der Bewährungszeit kaufte Latzel Waren ein, ohne zu bezahlen. Die Quittung: ein Strafbefehl von 400 Euro, die Bewährung wurde bis Januar dieses Jahres verlängert. Noch in dieser Bewährungszeit steckte Latzel im Supermarkt die Hähnchenkeulen ein.

Noch einmal wurde ihm jetzt für die zwei Monate Freiheitsstrafe Bewährung gewährt; dazu muss er innerhalb der nächsten sechs Monate 150 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Diese Vorfälle stammen aus den vergangenen beiden Monaten: Pastörs zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, Anklage gegen NPD-Funktionär Hähnel, Sächsischer NPD-Vize wegen SS-Losung verurteilt, Ex-NPD-Kreisrat wegen Kindesmissbrauchs verurteilt, Hakenkreuz-Flagge: Urteil gegen NPD-Vorstand bestätigt, Lob für Waffen-SS: Anzeige gegen NPD-Chef Voigt

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