Schock über Brandanschlag auf Synagoge

Die Orthodoxe Rabbinerkonferenz Deutschland ist schockiert und empört über den Brandanschlag auf die Synagoge in Worms. Die Symbolik dieser Untat wiege besonders schwer. Nicht nur der offensichtliche Umstand, dass man kaum 70 Jahre nach der Reichspogromnacht vom 9. November 1938 wieder versucht, eine Synagoge in Deutschland brennen zu lassen. Auch der Zeitpunkt, in der Woche vor dem jüdischen Schawuotfest, lasse erschaudern. In dieser Zeit gedenken und beten die Juden unter anderem für die heiligen Märtyrer der mittelalterlichen jüdischen Gemeinde Worms, welche zu dieser Zeit während des ersten Kreuzzuges blutig ausgelöscht wurde. Umso mehr würden klare Zeichen und Reaktionen erhofft, nicht nur seitens der Politik, sondern auch seitens der allgemeinen Öffentlichkeit, welche so etwas nicht wieder dulden und zulassen darf!

Die ORD ist die Vereinigung orthodoxer Rabbiner in Deutschland. Sie wurde 2003 gegründet und hat bereits 32 Mitglieder. Das Ziel dieser Rabbinerkonferenz ist es, sich um das jüdische Leben und den Erhalt und die Weiterentwicklung von jüdischer Tradition und Halacha in Deutschland zu kümmern, wobei vor allem die Zuwanderung der Mitglieder aus den ehemaligen GUS-Staaten eine besondere Aufmerksamkeit erfahren soll.

Die Jerusalem Post schreibt zu dem Angriff:

The vandals left a note linking their torching of the synagogue with the Israel-Palestinian conflict, the regional paper *Wiesbadener Kurier reported. German police found eight copies of a note written in “awkward” German, claiming responsibility for the blaze. […] Germans destroyed the synagogue in Worms in 1938 and it was rebuilt in 1961. In contrast to many Jewish institutions in Germany, the Worms synagogue does not have a police presence or barricades, according to Schindler-Siegreich. The synagogue was built in 1034.

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