Ex-NPDler Molau soll „Pro NRW“ besser darstellen

Der ehemalige NPD-Funktionär Andreas Molau aus Niedersachsen hat nach seinem Job als Pressesprecher bei der DVU nun offenbar eine neue Beschäftigung gefunden. Nach Angaben von „Pro NRW“ wird „der patriotische Publizist und ehemalige Waldorf-Lehrer Andreas Molau […] in Zukunft die Öffentlichkeitsarbeit der Pro-Bewegung unterstützen und sich insbesondere auch im Bereich der neuen Medien einbringen“. Das hatte Molau auch schon bei NPD und DVU angekündigt, so richtig durchschlagende Erfolge konnte er aber nicht vorweisen. Aber Molau greift für die Pro-Biedermänner auch in die Tasten und „nimmt in einer ausführlichen Analyse die von der etablierten Politik zuerst kritiklos gehätschelte und dann grandios gescheiterte Islamkonferenz ins Visier“. Im Westen nichts Neues.

Voller Einsatz bei der DVU, doch die Resonanz ist überschaubar (Foto: Maik Baumgärtner)
Voller Einsatz bei der DVU, doch die Resonanz ist überschaubar (Foto: Maik Baumgärtner)

Wie wenig Molau sich umstellen muss, um nun bei „Pro NRW“ tätig zu sein, zeigt ein anderer Artikel der „Bürgerbewegung“, in dem es heißt, „viele Migranten haben es sich mit ihren Familien in den sozialen Sicherungssystemen bequem gemacht und sollen nun bei einer erneuten Regierungsbeteiligung der SPD weiter alimentiert werden“. Und weiter fordert Markus Beisicht in dem Beitrag, in dem auch der Begriff „Sozialschmarotzer“ ausgepackt wird: „Wenn Migranten hier keine Arbeit vorweisen können, müssen sie das Land verlassen.“ Die NPD hat für dafür sogar schon einen Namen, wenn auch keinen besonders eingängigen: „Ausländerrückführungsprogramm“.

„Pro NRW“ konnte bei der Landtagswahl in NRW 1,4 Prozent der Stimmen holen, die NPD kam auf 0,7 Prozent, die Reps auf 0,3 Prozent. NPD-Chef Udo Voigt machte für das schwache Abschneiden der extrem rechten Parteien die Medien verantwortlich.

Siehe auch: Landtagswahl in NRW: Die nächste Pleite für die NPD, NPD vs “Pro NRW” – Avanti dilettanti!, “Pro-NRW”-Kandidat zahlt offenbar Beiträge an die NPD

7 thoughts on “Ex-NPDler Molau soll „Pro NRW“ besser darstellen

  1. Molau wird Pro auch nicht helfen, die erhoffte Größe zu erlangen. Ein Extremist mehr, der in der Minivereinigung untergehen wird.

  2. Das eigentlich interessante ist hier nicht rausgesrbeitet, nämlich, daß pro nrw sich von der npd absetzt und bei sozialschmarotzer die eigenen landsleute nicht ausnimmt. Das geht in richtung kubitschek un eigentümlich frei. Wie kann und soll man das bewerten. In ef wurde pro ja gerade noch rund gemacht. Und die strammen „kameraden“ werden über diese gleichsetzung auch nicht glücklich sein 😀

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