NPD bei Facebook wieder da: „Heil Euch, G[r]üSSe“

Nach dem Flash-Mob ist die Seite der NPD wieder zu erreichen. Die Freunde der NPD beglückwünschen sich derweil zu der Strategie, einfach abzutauchen. Hector März schreibt auf der NPD-Seite: „Meine Unterstützung habt ihr,Heil Euch GüSSe aus Österreich“ Für Facebook offenbar kein Problem, die NPD sei nicht verboten, daher würde man auch gegen diese neonazistische Propaganda nichts unternehmen, so die Position des Unternehmens. Dabei gilt die NPD bei Experten und vielen Politikern als verfassungswidrig – das Bundesverfassungsgericht hatte auch gar nicht über die Verfassungswidrigkeit der NPD entschieden, sondern das Verfahren wegen der unklaren Rolle der V-Männer des Verfassungsschutzes eingestellt.

Bei den VZ-Netzwerken will man Rechtsextremisten hingegen keine Plattform bieten. “Rechtsextreme oder extremistische Inhalte und Profile sind bei uns verboten. Dazu zählt bei uns auch die NPD”, sagt eine Sprecherin der VZ-Netzwerke gegenüber Spiegel-Online. Man gehe jedem Hinweis nach und lösche gegebenenfalls Gruppen und Profile.

NPD bei Facebook: Gelöschte Beiträge
NPD bei Facebook: Gelöschte Beiträge

Allerdings werden auch auf der NPD-Seite bei Facebook regelmäßig Beiträge gelöscht. So beispielsweise in der „Diskussion“ (Hetzrunde wäre wohl passender) über die „Ersatz-Knesset“ (gemeint ist der Bundestag). Ob die NPD hier Beiträge von Gegnern gelöscht hat oder die eigenen Fans zu offen abgehetzt haben, ist unklar. Allerdings nennen die Neonazis solche Vorgänge ansonsten gerne „Zensur“ – nur eben nicht, wenn sie es selbst tun.

Weiter Druck auf Facebook

Die NPD-Gegner haben sich derweil mit einem offenen Brief an Facebook gewandt. Zudem soll es weitere Aktionen gegen die Neonazi-Seiten geben.

corel

Siehe auch: Facebook: NPD mobilisiert Hunderttausende, Flash-Mob legt NPD-Seiten bei Facebook lahm

4 thoughts on “NPD bei Facebook wieder da: „Heil Euch, G[r]üSSe“

  1. Jeder, der sich aktiv gegen die freihetiliche Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland stellt und offen eine hetzende, menschenverachtende Einstellung zeigt.

    Facebook koennte sich einfach auf ihr Hausrecht berufen: Gluecklicherweise hat niemand eineinklagbares Recht, diese Seiten zu nutzen.

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