Landtagswahl in NRW: Die nächste Pleite für die NPD

Die NPD hat bei der Landtagswahl in NRW dem amtlichen Endergebnis zufolge 0,7 Prozent geholt, das entspricht 55.831 Stimmen. Damit blieb die neonazistische Partei sogar noch unter dem Ergebnis aus dem Jahr 2005, als es zu 0,9 Prozent reichte. Auch die extrem rechte Partei „Pro NRW“ konnte kaum von den Verlusten der CDU profitieren, die Islam-Feinde landeten bei 1,4 Prozent (106.932 Stimmen). Die rechtsradikalen Republikaner holten lediglich 0,3 Prozent, was 23.430 Stimmen entspricht. Damit kommen die extrem rechten Partei auf rund 2,5 Prozent der Stimmen und spielen im Westen bei Wahlen weiterhin keine Rolle.

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NPD-Plakat für den Wahlkampf in NRW. Prosit - und schönen Kater!

Auch das Thema Islam konnte den Parteien am rechten Rand keinen durchschlagenden Erfolg bescheren. Die gefühlten Volksparteien bleiben im politischen Nirwana. Das angeblich so große Potenzial rechts von der CDU bleibt ein politisches Phantom – und der NPD dürfte nach dieser erneuten Pleite ein interessanter Strategieparteitag Anfang Juni in Bamberg bevorstehen.

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Die Ergebnisse der NPD bei der Landtagswahl in NRW bei wahlatlas.net http://vis.uell.net/nrw/10/atlas.html?NPD

Siehe auch: “Neue” NPD-Strategie: Alles wird besser

7 thoughts on “Landtagswahl in NRW: Die nächste Pleite für die NPD

  1. Gibt es schon eine der NPD-typischen Erklärungen? Ich tippe auf Klassiker wie
    – „Der Wähler ist durch 65 Jahre US-imperialistische Umerziehung zu sehr verdummt“
    oder
    – „Die herrschenden Parteien haben wieder massiven Wahlbetrug betrieben und tausende von NPD-Stimmzetteln heimlich vernichtet“

  2. Ich bin auch mal gespannt, was sich die NPD da für eine „neue“ Theorie zusammenlegen wird…
    Das selbsterklärte Ziel von „5 Prozent + X“ haben die NPDler mit diesem Ergebnis ja extremst verfehlt.
    Die rund 185.000 Wähler der REP, NPD oder von ProNRW haben sich mit der Teilnehmen an dieser Wahl quasi selbst ins Aus geschossen. Vorher konnten sie zwar noch auf eine in ihren Köpfen existierende Mehrheit für ihre Ideologien hoffen, nun aber sprechen Zahlen eine deutlichere Sprache.
    Allerdings darf man nach solchen Wahlen nicht diejenigen vergessen, die rein theoretisch mit den Gedanken dieser Parteien sympatisieren, sie nur nicht wählen, „weil man das halt nicht macht“.
    Dennoch ist es eine im Großen und Ganzen erfolgreiche Wahl.

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