Fast 40 Nazi-Konzerte in drei Monaten

Im ersten Quartal 2010 haben in Deutschland rund 30 rechtsextremistische Skinhead-Konzerte und acht  rechtsextremistische Liederabende stattgefunden. Dies teilte die Bundesregierung in ihrer Antwort (17/1538) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17/1379) mit. Die genannten Konzerte wurden danach von insgesamt etwa 2.650 Teilnehmer besucht. Die durchschnittliche Besucherzahl habe bei circa 90 Personen je Veranstaltung gelegen. Die Liederabende seien von circa 280 Personen, also durchschnittlich etwa 35 Teilnehmern, besucht worden. Zwei Konzerte wurden von der Polizei aufgelöst. Acht weitere Konzerte waren bereits im Vorfeld verboten worden.

Das Pressefest der Deutschen Stimme im Jahr 2006 (Foto: Kai Budler)
Das Pressefest der Deutschen Stimme im Jahr 2006 (Foto: Kai Budler)

Überwiegend treten weiterhin Aktivisten der regionalen Skinhead-Szenen sowie Angehörige regionaler Kameradschaften, teilweise auch rechtsextremistische Parteien, wie die NPD oder JN-Untergliederungen, als(Mit-) Organisatoren der Konzerte in Erscheinung. Darüber hinaus treten  rechtsextremistische Musiker auch bei sonstigen von der NPD organisierten rechtsextremistischen Veranstaltungen auf.

Siehe auch: “Hauptkampflinie”-Sänger steigt aus Nazi-Szene aus, Rechtsextremer Soundtrack in Thüringen, 33 Neonazi-Konzerte in drei Monaten