Neonazis marschieren in sieben Städten auf

Nachdem der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in München das Verbot einer Neonazi-Demonstration am 1. Mai in Schweinfurt aufgehoben hat, steht fest, dass am Tag der Arbeit in sieben deutschen Städten NPDler, Mitglieder von Kameradschaften und „Autonome Nationalisten“ aufmarschieren werden.

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Völkische Propaganda wird am 1. Mai 2010 in mindestens sieben deutschen Städten auf den Straßen verbreitet. (Foto: Marek Peters)

Wie der blick nach rechts berichtet, dürften die größten Veranstaltungen in Berlin und Schweinfurt stattfinden. In Berlin werden zwischen 1000 und 3000 Neonazis erwartet, in Schweinfurt rund 1000. Mit Teilnehmerzahlen zwischen jeweils 200 und 500 wird demnach bei den maßgeblich von der NPD organisierten Mai-Demonstrationen in Zwickau, Rostock und Erfurt gerechnet. Um die 300 Neonazis werden laut bnr zu der von „parteifreien“ sächsischen Neonazis organisierten Demonstration in Hoyerswerda erwartet. In Nordrhein-Westfalen organisiert die NPD außerdem eine stationäre Kundgebung im Rahmen des Landtagswahlkampfs: Erwartet werden in Solingen maximal 100 Teilnehmer.

Gerichtlich erlaubt sei auch eine Neonazi-Demonstration in Würzburg. Ob dort tatsächlich demonstriert werde, sei bislang offen, so der bnr. Die Demonstration war offenbar angemeldet worden, um eine Ersatzveranstaltung durchführen zu können, falls der Aufmarsch in Schweinfurt rechtskräftig verboten geblieben wäre.

Gegen die Aufmärsche der Neonazis gibt es zahlreiche Protestkundgebungen. In Berlin und Rostock soll es zudem Massenblockaden geben – wie in Dresden am 13. Februar 2010.

Siehe auch: “Vielfalt statt NPD” am 1. Mai in Rostock

5 thoughts on “Neonazis marschieren in sieben Städten auf

  1. „Deutsche macht euch frei, von der Juden-Tyrannei!“

    Ein deutscher Staatsanwalt würde nach einer Strafanzeige bestimmt Folgendes schreiben:

    „Sehr geehrter Herr Mylius. Die Ähnlichkeit mit der von Ihnen benannten NS-Parole kann nur gemutmaßt werden. Daher habe ich das Verfahren eingestellt.

    Mit freundlichen Grüßen“

    *lol* 😉

    ps: „Kameradschaft München“ konnte marschieren? – `Bin ich ja beruhigt, dass es auch dort (in Bayern) keine Hinweise zum Umfeld der „Kameradschaft“ gab`, die auf Etwas hätten schließen können …

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