„Pro-NRW“-Kandidat zahlt offenbar Beiträge an die NPD

Der Solinger Direktkandidat von „Pro-NRW“, Tobias Nass, zahlt offenbar weiterhin seine Mitgliedsbeiträge an die NPD. Er möchte nur nicht mehr als Mitglied geführt werden, erklärte Nass einem Schreiben zufolge, welches die NPD verbreitete. Dabei soll es sich um Nass` Austrittserklärung handeln. Darin habe Nass seinen NPD-Austritt mit beruflichen Gründen erklärt. Das Kalkül der NPD ist offensichtlich, sie veröffentlicht ein Schreiben an ihre Bundeszentrale eines Ex-Mitglieds, der der klammen Partei noch Beiträge zahlt, um „Pro-NRW“ zu schaden. So schreibt die NPD in einer Erklärung, der Solinger PRO-Direktkandidat erschüttere das „abgrenzungsfetischistische Selbstbild“ gegen die NPD. Allerdings ist die NPD auch böse auf Nass, was aus ihrer Sicht nachvollziehbar ist, hatte Nass doch erklärt, er habe die NPD schon vor geraumer Zeit wegen politischer Auffassungsunterschiede verlassen. Und „Pro-NRW“ erklärte in der Sache, es gebe eine „Pressekampagne gegen Tobias Nass in Solingen“. Nass sei „nur in einem Punkt wirklich radikal, in der Abwehr des Extremismus von rechts und links“.

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Angebliche Austrittserklärung von Nass an die NPD-Zentrale

Doch die NPD möchte dem verlorenen Sohn eine Brücke zurück bauen: „Kamerad Tobias Nass sollte also aus seinem Herzen keine Mördergrube machen und in seiner Heimatstadt Solingen am 1. Mai in den Reihen seiner Mutterpartei NPD für ein nationales und soziales NRW streiten.“

Ob Nass allerdings so überschwänglich viel Lust verspürt, sich nach dieser Tour der NPD wieder zu der Neonazi-Partei zu bekennen, darf wohl bezweifelt werden.

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NPD-Plakat für den Wahlkampf in NRW. Prosit!

Die NPD versucht sich in Anlehnung an den „Pro-NRW“-Wahlkampf ebenfalls an den Themen Minarett- verbot und Burkaverbot. Das Plakat “Zechen statt Ghettos” dürfte vor allem den NPD-Funktionären gut gefallen, die zuletzt wegen Trunkenheit aufgefallen waren. Auch “Saufen statt Lahmacun” oder “Schnabulieren statt Burka” wären sicherlich noch bedenkenswerte Ideen…

Siehe auch: “Pro NRW” darf Wahlkampfzeitung nicht mehr verteilen, Pro-Parteien setzen auf Kulturrassismus, Anti-Islam-Kampagne: “Schnabulieren statt Burka”

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