NPD darf am 1. Mai in Zwickau marschieren

Der Landkreis Zwickau hat laut einem MDR-Bericht einen vom NPD-Landesverband Sachsen für den 1. Mai beantragten Aufmarsch unter Auflagen genehmigt. So darf die Partei nicht in der unmittelbaren Innenstadt demonstrieren, wie das Landratsamt demnach mitteilte. Zudem dürfen die Neonazis keinen Alkohol trinken. Der DGB und das Zwickauer Bündnis für Demokratie und Toleranz haben bereits zu einem Aktions- und Protesttag gegen den Aufmarsch der Rechtsextremisten aufgerufen. In dem Aufruf heißt es:

Es ist eine ungeheuerliche Provokation, den 1. Mai für nationalsozialistische Propaganda zu missbrauchen. Diesen Aktivitäten dürfen wir nicht tatenlos zuschauen, die Ereignisse von Dresden und Chemnitz sollten alle Bürgerinnen und Bürger dazu ermutigen, sich den Rechtsextremen entgegenzustellen, um ein klares Zeichen für Demokratie und Toleranz zu setzen. Ausgehend von der traditionellen Veranstaltung des DGB rufen wir am 1. Mai zum Aktions- und Protesttag auf. Stellen wir uns in geeigneter und gewaltfreier Weise der rechtsextremen Kundgebung entgegen.

NPD und Neonazis rufen in mehreren Städten zu Aufmärschen am 1. Mai auf. Neben Zwickau will die NPD in diesem Jahr am 1. Mai unter anderem in Rostock, Erfurt und Berlin aufmarschieren. Eine Demonstration in Fürth sagte die NPD offenbar wegen Streitigkeiten im „Nationalen Widerstand“ ab.

Neonazis versuchen den 1. Mai für ihre völkische (Pseudo-)Kapitalismuskritik zu missbrauchen. Ziel ihrer Ideologie ist aber nicht Egalität sondern Homogenität.

Hintergrund: Die Nazis und der 1. Mai: Homogenität statt Egalität

Die NPD sitzt im Landkreis Zwickau mit drei Abgeordneten im Kreistag: Patrick Gentsch, Gitta Schüßler und Thomas Schüßler. Im Gegensatz zu anderen Kreistagen ist die NPD jedoch in keinem Ausschuss vertreten.

Siehe auch: 1. Mai in Berlin: Neonazis nehmen Polizeichef ins Visier

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