Thüringen: 15 Angriffe von Neonazis auf Abgeordnetenbüros

In Thüringen gehen Neonazis offenbar immer mehr zum Angriff auf demokratische Einrichtungen über. Nach Angaben der Landesregierung wird jeden Monat durchschnittlich ein Abgeordneten-Büro attackiert, das Innenministerium zählte nach eigenen Angaben zwischen September 2008 und Februar 2010 insgesamt 21 Vorfälle, davon gehen 15 „eindeutig“ auf das Konto von Rechtsextremisten. Häufigstes Angriffsziel waren Büros der Linkspartei. Die Polizei konnte in 14 der 21 Fälle bislang keine Täter ermitteln.

Das Präsidium des Thüringer Landtags rief zudem dazu auf, am 1. Mai 2010 Gesicht für ein demokratisches, tolerantes und weltoffenes Thüringen zu zeigen, sich mit friedlichen Aktionen aktiv gegen die Parolen rechtsextremer Parteien und Gruppierungen zu wenden. Der Schutz der Menschenwürde verlange es, entschlossen gegen Rassismus, Antisemitismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit vorzugehen.

Siehe auch: Arnstadts “Pro-Bürgermeister” vor der Abwahl, Jüdischer Friedhof in Heiligenstadt geschändet, Vogtland: Die Tragödie der Provinz (Video)

4 thoughts on “Thüringen: 15 Angriffe von Neonazis auf Abgeordnetenbüros

  1. „Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Gebäude zerstört, zerstört man auch am Ende Menschen.”
    Frei nach Heinrich Heine

    Und wenn man bei 4,8% schon Abgeordnetenbüros regelmäßig angreift, was passiert wohl, falls die NPD mal in den Landtag kommt?

  2. Thüringen scheint überhaupt „unerschütterlich“ zu seien, in seinem trägen Umgang mit dem NS-Mob.

    Nun ist auf die Husche auch der Mob um Thierry und Käppler nach Jena in`s „Exil“ gegangen, um dort „Kommando Freisler“ und „der arischen Bruderschaft“ zu huldigen:

    http://www.volk-in-bewegung.de/impressum.php

    http://www.volk-in-bewegung.de/musik/cd-kf—fsk-18.php
    http://www.volk-in-bewegung.de/bekleidung/pullover—kapuzen-jacken/index.php

    Wenn man u.A. Schröcke schon nicht in BaWü verkauft, dann eben in Thüringen, was soll`s!? – Ariertum bleibt Ariertum:

    http://www.volk-in-bewegung.de/buecher/volknation/das-deutsche-volksgesicht.php
    Schröcke sollte dann aber lieber das Original verkaufen, anstatt das Machwerk als sein Eigenes zu verklären:
    http://www.od43.com/Volksgesicht_Tirol_1940.html

    Das Amtsgericht Jena liegt wahrscheinlich noch tiefer im Wald, als die Behörden in BaWü, die wenigstens noch im Stande waren Strafbefehle bzgl. http://www.weltnetzladen.com/impressum.php zu erstellen. So ein Strafbefehl bringt aber nichts, wenn der Mob von „Volk in Bewegung“ einfach eine „Zweitfiliale“ im schönen „mitteldeutschen“ Jena aufmacht, nur einen Steinwurf von diesem NS-Mob und seinem Anhang entfernt http://fn-jena.info/ http://fn-jena.info/?page_id=57

    Aber unsere Behörden sind schon auf dem Quivive! – Die Inhalte des sog. „Nationalen Widerstand Jena“ haben sich selbstverständlich auch mit dem neuen Layout verändert … also gab es nie Horst Mahler-Seminare in Jena, jenem „Braunen Haus“ … *lol* 😉

    Wenigstens hat sich das Layout von „Patria“, „Wikinger“ und „PC-Record“ nicht geändert … ebenso wenig wie die Angebote. :(

    Kann man die URL bitte stehen lassen?

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