„Patrik-Brinkmann-Tour“ als rechte Klassenfahrt

Technik, die begeistert: Der Tourbus von pro NRW (Screenshot)
Technik, die begeistert: Der Tourbus von pro NRW (Screenshot)

Nach Angaben der extrem rechten Partei pro NRW laufen die Vorbereitungen für die „Patrik Brinkmann Tour“ auf Hochtouren. Ein Reisebus mit pro-NRW-Logo werde „pünktlich zum 2. Mai fertig gestellt“. Damit wolle der schwedische Geldgeber, der zuvor bei NPD und DVU als Mäzen gehandelt wurde, vom 3. bis 8. Mai auf Wahlkampf gehen. „Der deutsch-schwedische Industrielle und pro NRW Großsponsor wird gemeinsam mit dem ehemaligen stellvertretenden Bezirksbürgermeister von Köln-Ehrenfeld, Jörg Uckermann, in der Woche vor der Wahl insgesamt 21 öffentliche Wahlkundgebungen von Minden bis Düsseldorf unter dem Motto „Abendland in Christenhand“ durchführen“, verkündet pro NRW.

Neben dem Kampf gegen die „schleichende Islamisierung“ scheint Autos das zweite Steckenpferd der Rechten zu sein, der Reisebus hat es ihnen offenbar angetan, denn weiter heißt es:

Hierzu wurde in Flandern extra ein Tourbus mit pro-NRW-Logo konzipiert und fertig gestellt. Dieser Reisebus wird mit duzenden pro-NRW-Aktivisten und einem Technikteam eine Woche lang durch Nordrhein-Westfalen touren, um für pro NRW im Wahlkampfschlussspurt noch ein dickes Ausrufezeichen zu setzen. Pro NRW und Patrik Brinkmann auf Achse: Islamisierung stoppen – Pro NRW wählen!

Offenbar sind die Kinderchen schon ganz gespannt auf die Klassenfahrt…

Der als “Millionär” geltende Brinkmann hatte Anfang des Jahres erneut die Partei gewechselt. Von der lahmenden DVU wechselte er  zur rheinischen Rechtsaußen-Gruppierung “Pro Köln”, bzw. Pro NRW.

Damit hatte Brinkmann innerhalb von drei Jahren bereits seine dritte Station in der extrem rechten Szene erreicht. Sowohl bei der ursprünglich von ihm unterstützten NPD wie auch bei der DVU, in die er im Kielwasser seines “Freundes” Andreas Molau eintrat, hatte Brinkmann große Erwartungen in Bezug auf großzügige Finanzierung jeweiliger Polit-Aktivitäten zu wecken gewusst. Tatsächlich konnten solche Brinkmann-Geldspritzen aber keineswegs die mehr oder weniger deutlich ausgesprochenen Erwartungen bei den beiden rechtsextremen Parteien erfüllen.

Im Mai 2009 hatte Brinkmann für Aufsehen gesorgt, da seine Stiftung „Kontinent Europa“ angeblich nach Berlin ziehen sollte. Heute ist die Seite der Stiftung weitestgehend veraltet – und wird teilweise auf „Pro Deutschland“ weitergeleitet.

Siehe auch: Pro-Parteien setzen auf Kulturrassismus, “Kontinent Europa Stiftung” will angeblich nach Berlin ziehen

8 thoughts on “„Patrik-Brinkmann-Tour“ als rechte Klassenfahrt

  1. Brinkmann hat offensichtlich immer das richtige Gespür, zur „richtigen“ Zeit das sinkende Schiff zu verlassen … zusammen mit Molau und anderen NS-„Vordenkern“. (Wobei Unklar bleibt, was Brinkmann eigentlich denkt).

    … Wahrscheinlich will er (Brinkmann) gar nicht so weit nach „Rechts“, sondern landet eh‘ und Schlussendlich in der FDP: nach dem nun auch diese heuchelnden „Pro“-Vereine (Pro-Köln, Pro-NRW etc.) in den Fokus des VS geraten sind.
    Um als „rechtskonservativer schwedischer Millionär“ überhaupt was reißen zu wollen, sollte Brinkmann doch gleich in die Möllemann-Lambsdorff-Partei eintreten … und Fallschirmspringen lernen. *lol* 😉

  2. Ihr macht euch lächerlich und legt eine Arroganz und Ignoranz an den Tag, dass einem nur so die Kotze aus allen Körperöffnungen schießt.
    „extrem rechten Partei pro NRW“ … warum verleumdet ihr diese Bürgerveinigung, die als einzige es wagt, gegen jegliche Form von Extremismus – und dazu zählen außer Islamismus auch Rechts- und Linksextremismus – Stellung zu beziehen? Habt iht euch auch nur einmal das Wahlprogramm durchgelesen? Dann wüsstet ihr, dass die Pro-Bewegung hinter dem Grundgesetzt (im Gegensatz zur NPD) steht.
    Und der VfS hat die Ermittlungen längst ergebnislos eingestellt, da es nicht, aber auch gar nichts verfassungsfeindliches bei denen zu finden gibt. Aber nein, ihr Super-linksliberalen-islamophilen müsst ja alles mit euren Exkrementen überziehen, was nicht in euer Weltbild passt und auch nur ein wenig kontrovers ist. Mittlerweile fühle ich mich doch auf der „antifaschistischen“ Seite falsch aufgehoben, da ich hier genau die gleiche Verbrotheit und das gleiche Scheuklappen-Denken beobachte, wie auf der Seite, die ihr vorgebt zu bekämpfen. Und ich kenne viele, denen es ähnlich geht. Ihr werdet Zuspruch verlieren – Tag für Tag, Jahr für Jahr.

  3. Alexander,
    der Begriff „Bürgervereinigung“ oder „Bürgerinitiative“ ist ein beliebtes Vehikel in der extremen Rechten, sich von dieser Randposition in die gesellschaftliche Mitte zu setzen. Angeblich vertritt man die „Mitte des Volkes“, wo man sich ach so gern sähe. Auch die NPD bemüht ja diese Wortwahl immer wieder (siehe die BIA in Bayern). Verschiedene andere „Bürgerinitiativen“ „Schöner und sicherer wohnen“ u.ä. sind aber nur getarnte Kameradschaften und andere Nazis. Aber ich vermute, das wissen sie ganz genau.

    Die angebliche Abgrenzung vom Rechtsextremismus ist lächerlich, wenn man gleichzeitig Islamophobie pur verbreitet. Differenziert wird nicht, sondern allein Ausländerfeindlichkeit und Rassismus verbreitet. Den guten Moslem gibt es in dieser Welt nicht, denn was anders ist, ist böse. Zudem wird mit Hysterie verbreitet, dass bald das Abendland untergehe, was nichts anderes als die Behauptung der NPD vom „Volkstod“ ist. Das sind klassische Motive des Rechtsextremismus.

    Und auch die DVU behauptete auch lange, zum Grundgesetz zu stehen. Dieses oberflächliche Bekenntnis kommt immer gut, um Wählerstimmen zu sammeln. Stimmen muss es deshalb nicht. Da hier ja massiv gegen die Religionsfreiheit gehetzt wird, widerspricht man sich zudem selbst.

    Übrigens bietet auch das Wahlprogramm der NPD nicht Nationalsozialismus pur, sondern viele populäre Forderungen von Umweltschutz über Sozialpolitik. Streng nach den Buchstaben bekommt man plötzlich ein ganz anderes Bild der Partei, dass sich gar nicht mit dem Bild der Mitglieder als üble Hetzer und Kriminelle in Einklang bringen lässt – bis man zwischen den Zeilen liest und deren Reden hört.

    Sie sehen, dass Ihre Argumente mit Blick auf andere Parteien desselben politischen Spektrums wenig haltbar sind.

    Ihr letzter Satz passt übrigens vortrefflich in die Rede eines klassichen NPD-Funktionärs, der alltäglich „das System am Ende“ sieht.

  4. Der Verfassungsschutz beobachtet Pro NRW nichtmehr! Und ich hab Gestern Gott im Boxen besiegt 😉

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