Ex-NPD-Funktionär bei der KP der Linkspartei

Der frühere NPD-Funktionär und Rechtsanwalt Gregor Janik ist zur Kommunistischen Plattform gewechselt.  Die Linkspartei Sachsen bestätigte auf Anfrage von NPD-BLOG.INFO einen entsprechenden Bericht des blick nach rechts. Gregor Janik sei Ansprechpartner der Kommunistischen Plattform im Kreis Görlitz in Sachsen, berichtete bnr-Autor Anton Maegerle. Die Kommunistische Plattform versteht sich dem Bericht zufolge als „ein offen tätiger Zusammenschluss von Kommunistinnen und Kommunisten in der Partei DIE LINKE“.

Janik war früher Mitglied des NPD-Bundesvorstands und Ansprechpartner des „Arbeitskreises Christen und Sozialisten in der NPD“. 1998 erklärte der Nationalmarxist, „dass es, wenn die NPD einmal an der Macht sei, ein Tribunal geben werde gegen jene, die jetzt der Bewegung schaden“. Als Rechtsanwalt war Janik laut bnr unter anderem für den verstorbenen sächsischen NPD-Funktionär Uwe Leichsenring tätig. Für die 2001 bundesweit als kriminelle Vereinigung verbotene Neonazi-Truppe „Skinheads Sächsische Schweiz“ (SSS) führte Janik „Rechtsbelehrungen“ durch. Mehrfach griff Janik für das nationalrevolutionäre Blatt „Der Funke“ (Hamburg) zur Feder.

Ideologische Begründung für Ausstieg

Die Linkspartei Sachsen erklärte auf Anfrage, Janik sei aus ideologischen Gründen aus der NPD ausgetreten. Als Christ habe der den Rassismus und die NS-Orientierung nicht mittragen können. Nach seinem Ausstieg habe er mehrere Jahre in einem Kloster gelebt, bevor er sich der Linkspartei angeschlossen habe. Die Partei habe es sich dabei nicht leicht gemacht, sondern intensive Gespräche mit Janik geführt, der dabei einen sehr reflektierten Eindruck gemacht habe. Die Linkspartei plakatiere seit Jahren den Slogan „Nazis raus – aus den Köpfen!“ – wenn nun ein NPD-Funktionär der Szene den Rücken kehre und dies in langen Gesprächen nachvollziehbar begründen könne, dürfe man über solche Leute nicht für den Rest ihrer Tage „den Stab brechen“.

Zwischen dem Ausstieg bei der NPD und dem Eintritt in die Linkspartei hätten mehrere Jahre und intensive Debatten gelegen, hieß es weiter. Janik stehe zu seiner Vergangenheit – und betreibe nun „tätige Reue“.  Ideologische Schnittmengen zwischen Janiks NPD-Positionen und seinen heutigen Ansichten schloss der Linkspartei-Mitarbeiter aus; würde Janik sich völkisch äußern, würde er das erarbeitete Vertrauen sofort wieder verlieren. 

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14 thoughts on “Ex-NPD-Funktionär bei der KP der Linkspartei

  1. „Und nun“, lesen Sie:

    „Zwischen dem Ausstieg bei der NPD und dem Eintritt in die Linkspartei hätten mehrere Jahre und intensive Debatten gelegen, hieß es weiter.“

  2. [wenn es aber um Israel geht, ist sich die “KP” einig… wie einst die SED (man darf sich gern an die aufgezeichnete Podiumsdiskussion mit der antisemitischen Israel-Hetze erinnern, die vor einiger Zeit nicht nur linke Antisemiten, sondern auch Altermedia-Leser freudig stimmte)!]

    Naja Antisemitismus is ja der falsche Ausdruck vielmehr sollte der Imperialismus damit gemeint sein und der Kapitalismus der Israel verbreitet auf der Welt was ja schon mal zu RAFs zeite bekämpft wurde.
    ausserdem sind Araber ja auch Semiten

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