Gewalttätige Neonazis haben großen Zulauf

In der gewalttätigen rechtsextremistischen Szene verschieben sich die Gewichte. Wie der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Heinz Fromm, im Interview mit den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe sagte, ist die Zahl der Skinheads, „die seit Jahren für schwere Gewalttaten verantwortlich sind, zwar spürbar zurückgegangen“. Sorgen bereiten dem Inlands-Geheimdienst dagegen die so genannten „Autonomen Nationalisten“; eine „relativ neue, militante Gruppierung“, die im Auftreten und der Gewaltbereitschaft den „schwarzen Block“ der Linken kopiert. Fromm: „Ihre Zahl ist in relativ kurzer Zeit von 400-500 auf etwa 800 Personen gestiegen. Die Schwerpunkte liegen im Ruhrgebiet und im Berliner Raum.“

"Autonome Nationalisten" im Einsatz
"Autonome Nationalisten" im Einsatz

Weil die „Autonomen Nationalisten stärker politisiert seien als Skinheads und auf Gewalt gegen den politischen Gegner und Polizeibeamte setzten, hat das Bundesamt in Köln „die Aufklärungsmaßnahmen hier deutlich verstärkt“. Mit Blick auf den 1. Mai rechnet Fromm in Großstädten wie Berlin und Hamburg „schon deshalb“ erneut mit gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei, „weil Rechtsextremisten durch ihre geplanten Aktionen die Konfrontation suchen und damit zur Eskalation beitragen.“

Eine rechtspopulistische Kraft vom Kaliber Geert Wilders in den Niederlanden kann der Verfassungsschutz derzeit in Deutschland nicht erkennen. „Pro Köln“ und „Pro NRW“ seien regionale Phänomene, sagte Fromm und fügte hinzu: „Wenn zeitgleich die NPD das Thema Islamisierung instrumentalisiert, ist das für Pro NRW nicht nur eine lästige Konkurrenz, sondern macht die rechtsextremistische Tendenz des von der so genannten „Pro-Bewegung verfolgten populistischen Ansatzes deutlich.“

Siehe auch: NRW: “Neue Qualität der Gewaltbereitschaft”, Angriff auf Gewerkschafter: Neonazi-Rädelsführer vor Gericht

3 thoughts on “Gewalttätige Neonazis haben großen Zulauf

  1. Ich werde am 9.Mai DIE REPUBLIKANER wählen, damit endlich eine rechtsdemokratische Partei in NRW wieder stärker wird.

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