Pro NRW gegen NPD: 150 zu 150 unentschieden

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NPD-Plakat für den Wahlkampf in NRW. Prosit!

Mehrere tausend Menschen haben am Wochenende im Ruhrgebiet friedlich gegen Aufmärsche und Veranstaltungen rechtsextremer und anti-islamischer Gruppierungen protestiert. In Duisburg beteiligten sich nach Agaen von stern.de fast 5000 Menschen an einer Gegendemonstration gegen Kundgebungen der NPD und der Gruppierung „Pro NRW“. Allein zu einer vom Deutschen Gewerkschaftsbund organisierten Kundgebung an der Merkez-Moschee im Arbeiterviertel Marxloh kamen nach Polizeiangaben etwa 4000 Teilnehmer. An den Veranstaltungen von „Pro NRW“ und der NPD nahmen hingegen nur jeweils 150 Personen teil.

Zum Aufmarsch von Pro NRW an diesem Wochenende erklärte Grünen-Chef Cem Özdemir, die „Die Bieder-Nazis“ von „Pro NRW“ seien „eine größere Herausforderung für unsere Demokratie als die hässliche Fratze der NPD“. Wir Demokraten müssen uns nicht nur gegen die Neonazis stellen, sondern auch gegen die, die mit ihrer menschenverachtender Gesinnung im Anzug daher kommen. Sie nennen sich „Pro NRW“ oder „Pro Köln“, geben sich kleinbürgerlich und harmlos, aber schüren „unbegründete fremdenfeindliche Ängste“. Dabei missbrauchten sie „den christlichen Glauben für ihre Hetze gegen den Islam“.

In der aktuellen Ausgabe der „mobim-analysen“ geht die Mobile Beratung im Regierungsbezirk Münster
Gegen Rechtsextremismus, für Demokratieen“ auf Struktur, Argumentation und Programm von „Pro NRW“ ein. Hier das Papier „Abendland in Christenhand“ als PDF.

Siehe auch: Reps: Abfuhr für die NPD, Annäherung an die Pro-Parteien, Anti-Islam-Kampagne: “Schnabulieren statt Burka”, Pro-Parteien setzen auf Kulturrassismus, NPD-Strategie im Westen: Kulturkampf statt Rassenkrieg, Minarett als Strohhalm, “Rassisten sind vorhersehbar wie Pawlowsche Hunde”, Die Religionskritikverhinderer, “Bezopftes Spatzenhirn”: NPD freut sich über Broder-Mail

3 thoughts on “Pro NRW gegen NPD: 150 zu 150 unentschieden

  1. http://www.jugend-pro-nrw.de/jugendflugblattneu.qxd.pdf

    (…)

    „Wir sind bei
    der Jugend
    pro NRW aktiv,
    weil …
    … wir unsere Freiheit gegen
    den roten, grünen und
    braunen Sozialismus
    von Alt-68ern und Gutmenschen
    verteidigen
    wollen.
    … wir keine Minderheit
    im eigenen Land werden
    wollen und NRW unsere
    deutsche Heimat bleiben
    soll.“ (…), Zitat Ende.

    Bei dem, was die Truppe anstrebt (diese quasi „Totalsäuberung“) und welche Szenarien entworfen werden, wird die Auswahl an „bevorzugten“ Gesellschaftsmodellen wohl eng … *g* 😉
    Kein „roter, grüner und brauner Sozialismus von Alt-68ern und Gutmenschen“, aber Etwas das garantiert, „…das NRW die deutsche Heimat bleibt“ … Was könnte das blos seien?

    http://www.pro-koeln.org/artikel09/ob-kand.htm ,dort heißt es u.A.:

    „Die Belange der Kölner Bürger interessieren die Klüngelbrüder von CDU, SPD, Grünen, FDP und Linkspartei schon lange nicht mehr. Sie haben die Stadt und die stadtnahen Unternehmen zu ihrer Beute gemacht. Ihr Ruf als skrupellose Abzocker ist bundesweit legendär.“, Zitat Ende, und die „Klüngelbrüder“ wurden auch benannt … was bleibt da eigentlich noch als „Alternative“?

    „(…)… konsequent, ehrlich, durchsetzungsstark! – Vertreter der einheimischen Bevölkerung! – Für unsere rheinische Lebensweise statt Multi-Kulti!“ (…)“. Das betrifft u.A. dieses Klientel:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Markus_Beisicht ,u.A.:

    Während seiner Studienzeit engagierte sich Beisicht zwischen 1984 und 1987 als Bundesvorsitzender in der Hochschulgruppe Ring Freiheitlicher Studenten (rfs). Das Amtsgericht Münster stellte in einem Beschluss fest, dass diese Gruppe neofaschistische Tendenzen aufwies.[5]

    Beisicht nahm mit anderen Politikern, wie Rolf Schlierer (REP), Gerhard Frey (DVU) oder Udo Voigt (NPD) an einer Konferenz rechtsgerichteter deutscher Politiker und Mitgliedern der Fraktion Identität, Tradition, Souveränität im Europaparlament im September 2007 in Straßburg teil. Auf der Konferenz wurde durch die Politiker beschlossen, die Politik der ITS-Fraktion aktiv in Deutschland zu unterstützen.[9]

    Unter anderem führten Äußerungen Beisichts, dass seit Jahren Kontakte zu Vlaams Belang bestünden, und ein von Beisicht gegebenes Interview in der National-Zeitung dazu, dass mit Urteil vom 4. Dezember 2007 das Verwaltungsgericht Düsseldorf die Berichterstattung in den Verfassungsschutzberichten über die Jahre 2005 und 2006 für zulässig erklärte, und damit die Klage von pro Köln ablehnte.[10] (…), Zitat Ende.

    Und dann diese Plakatierungen für jenes Klientel, Zitat:

    „SIE sind gegen IHN, weil ER für EUCH ist!“, Zitat Ende. – Und erst dieses „Programm“ der „Pro“-Deppen: Die sind ja offenbar nur noch von Feinden umgeben, und sämtliche Segnungen gibt es „Nur für Deutsche“, da in Köln. Irgendwoher kenne ich dieses „Programm“ …

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