Lübeck: 1000 Menschen demonstrieren gegen NPD-Aufmarsch

In Lübeck haben am 27. März 2010 rund Tausend Menschen gegen eine Kundgebung der NPD demonstriert. Seit dem frühen Vormittag zogen nach NDR-Angaben Demonstranten in Sternmärschen und Prozessionen in Richtung Hauptbahnhof. Während einer Kundgebung vor dem Bahnhof wollten SPD-Landeschef Ralf Stegner und Bischöfin Maria Jepsen zu den Demonstranten sprechen. Ein Bündnis von Kirchen, Parteien und Gewerkschaften hatte zu Protesten gegen den geplanten Aufmarsch von Rechtsextremen aufgerufen.

Anlass für die NPD-Kundgebung ist der Jahrestag des britischen Bombardements der Hansestadt am 28. März 1942.

Die Polizei ist laut NDR mit etwa 2000 Beamten im Einsatz. Die Polizeidirektion Lübeck wird dabei von Beamten aus Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz unterstützt.

Im vergangenen Jahr hatten etwa 1500 Menschen gegen den rechtsextremen Aufmarsch demonstriert. Knapp 300 Neonazis waren unter dem Motto “Bomben für den Frieden? – Im Gedenken an den alliierten Bombenterror vom 28./29. März 1942″ aufmarschiert.

Siehe auch: Der “Kampf um die Straße”