Roßmüller steht zu Bandidos-Mitgliedschaft

Der NPD-Funktionär Sascha Roßmüller hat eine Stellungnahme zu seiner Mitgliedschaft bei der Rockerbande „Bandidos“ veröffentlicht. Es sei „richtig, daß ich Mitglied beim Bandidos MC bin“, schreibt Roßmüller, der unter anderem als Berater in der NPD-Fraktion in Sachsen tätig ist. Auch sei es „nicht neu“, dass er sich „innerhalb dieser Szene“ bewege. Er habe aber nichts mich „kriminellen Machenschaften“ zu tun. Roßmüller fordert zudem etwas Ungewöhnliches – zumindest für einen NPDler; er fordert zur Differenzierung auf:

rossmueller
NPD-Funktionär Sascha Roßmüller (Foto: Marek Peters)

Nach den hexenprozeßartigen Bewertungskriterien, die streckenweise an den Tag gelegt werden, müßte jeder Fußballanhänger per se Hooligan, jeder Protestant Trunkenheitsfahrer und jeder Katholik ein Päderast sein. Genausowenig wie man als Nationaldemokrat nach Antifa-Diktion quasi automatisch ein „menschenverachtender Fascho-Völkermörder“ ist, ebensowenig ist man allein aufgrund einer Mitgliedschaft beim Bandidos MC ein „waffenschiebender, drogendealender Zuhälter“. Eine derartige Inquisition wäre bestenfalls dann zu akzeptieren, wenn aufgrund der Causa Schreiber künftig auch jedes CSU-Mitglied als illegaler Waffenschieber unter Generalverdacht gestellt werden dürfte.

Roßmüller schreibt abschließend, er fühle sich „beim Bandidos MC hinsichtlich Zusammengehörigkeit, Verläßlichkeit, Hilfsbereitschaft, Couragiertheit und intellektuellem Niveau in bester Gesellschaft“. Dieses Urtiel könne er „über viele politische Gremien oder gar Parlamente leider nicht fällen“. Er gedenke „keinesfalls, den Bandidos MC zu verlassen“.

Siehe auch: NPD goes Rockergang

5 thoughts on “Roßmüller steht zu Bandidos-Mitgliedschaft

  1. „Nach den hexenprozeßartigen Bewertungskriterien […} müßte jeder Fußballanhänger per se Hooligan, jeder Protestant Trunkenheitsfahrer und jeder Katholik ein Päderast sein…“

    … und jeder Moslem ein Islamist und jeder Ausländer ein Krimineller und jeder NPD-Gegner ein „linker Steinewerfer und Chaot“ sein, nicht wahr Herr Roßmüller?

    Natürlich hat er „nichts mich “kriminellen Machenschaften” zu tun“, so wie ja die ganze NPD (mit ihren zahlreichen verurteilten Straftätern, Gewalttätern und Hetzern) rein gar nichts mit kriminellen Machenschaften zu hat hat.

    Dass er sich mit seinem „intellektuellem Niveau in bester Gesellschaft“ befindet, glaube ich ihm daher vorbehaltlos.

  2. Apropos „hexenprozeßartige Bewertungskriterien“: In Ihrem Brief an die Schülervertretungen in NRW schreibt die NPD von:

    – „ausländertümelnden 68er-Lehrern“
    – „die korrupten Versager der Bonzenparteien“
    – „die gescheiterte Multikulti-Gesellschaft“
    – „die schleichende Islamisierung unseres Landes“
    – „den verdummten Ghetto-Gangster“
    – „den Spießern der Altparteien“

    Differenzierung? Objektive Bewertung?

    Nein, künstliche herbeigeredete Hysterie…..

    „Spitzenpolitiker mit den Köpfen des Islamismus in Deutschland an einem Tisch, stopfen ihnen Milliarden in den Rachen und bauen eine Großmoschee nach der anderen“.

    Die Frage stellt sich, wo denn jemals deutsche „Spitzenpolitiker“ „eine Großmoschee nach der anderen“ gebaut hätten. Nur EIN Beispiel bitte, liebe NPD !

    Um dem ganzen eine geradezu irrwitzige Dramatisierung zu geben, startete die NPD gleich auch noch die Kampagne „Wir oder Scharia“.

    Wenn sich Angst-Hass-Propaganda in Absurde steigert….

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