Gericht verwirft Einspruch von Neonazi gegen Strafbefehl

Wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen muss ein Neonazi aus Schleswig Holstein eine Geldstrafe in Höhe von 1.800 Euro zahlen. Das entschied nach Angaben des Stadtradios Göttingen das Amtsgericht Herzberg und wies damit einen Einspruch des Mannes gegen den Strafbefehl in seiner Abwesenheit zurück. Trotz einer termingerechten Ladung des Gerichtes war der Mann am 22. März 2010 der Verhandlung ferngeblieben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Neonazi aus Neumünster vor, für die Gestaltung des Beiheftes zu einer CD der Rechtsrockband „Kommando Freisler“ verantwortlich zu sein, darin sind unter anderem mehrere Hakenkreuze zu sehen.

Der Prozessbeginn gegen den Mann und zwei weitere Neonazis war ursprünglich für Anfang des vergangenen Novembers angesetzt. Weil der Verteidiger des Mannes kurz zuvor an einem Schlaganfall verstorben war, wurde das Verfahren gegen ihn abgetrennt. Als er mit seinem neuen Anwalt zu einem später anberaumten Prozess nicht erschien, erließ das Gericht einen Strafbefehl über 90 Tagessätze. Dagegen legte der Mann Einspruch ein und erklärte, er habe das Cover nicht gestaltet.

Siehe auch: Europaweite Verflechtungen des Rechtsrock-Geschäfts

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