Tag gegen Rassismus: Vorbehalte auch in der Mitte der Gesellschaft

Zum heutigen „Internationalen Tag gegen Rassismus“ hat Monika Lazar, Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus, betont, Rassismus sei „für eine zivilisierte Gesellschaft vollkommen inakzeptabel und muss entschieden geächtet werden“. Rassistische Gewalt habe „unzählige Opfer das Leben gekostet“. Viele Menschen würden Tag für Tag aus rassistischen Gründen diskriminiert, entwürdigt und ihrer Rechte beraubt. „Das ist eine Schande, die wir nicht hinnehmen dürfen!“, forderte Lazar.

Weiterhin sagte sie, Rechtsextremismus basiere auf der Haltung, dass nicht alle Menschen gleichwertig seien. „Diesen rassistischen Vorbehalten stimmen in Deutschland nicht nur überzeugte Nazis, sondern auch erhebliche Teile der gesellschaftlichen Mitte zu.“ Der „Tag gegen Rassismus“ sei daher ein guter Anlass, um auf die Probleme hinzuweisen. Noch wichtiger bleibe aber die kontinuierliche und konsequente Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus in der gesamten Gesellschaft, jenseits tagespolitischer Termine, so Lazar.

Siehe auch: EU-Antidiskriminierungsrichtlinien erneut Thema im Bundestag, “Rassisten sind vorhersehbar wie Pawlowsche Hunde”, Stichwort: Was ist eigentlich Rechtsextremismus?, 60. Internationaler Menschenrechtstag: Sind “Volkstum und Kultur” die Grundlagen für die Würde des Menschen?