Neonazis greifen Info-Veranstaltung an
Am 14. März 2010 haben nach Polizeiangaben etwa 30 rechtsradikale Randalierer in Kamen versucht, eine Informationsveranstaltung im GAL-Zentrum an der Straße “Güldentröge” zu stören. Dort sollte eine Informationsveranstaltung einer Antifa-Gruppierung zum Thema „Autonome Nationalisten – Alte Inhalte in neuem Gewand” stattfinden. Um 15.50 Uhr war es vor dem Gebäude zu Auseinandersetzungen zwischen Veranstaltungsteilnehmern und der rechtsradikalen Gruppierung gekommen. Dabei bewarfen sich laut Polizeiangaben beide Lager mit Flaschen und Steinen. Aus der Gruppe der Rechtsradikalen wurden zudem Feuerwerkskörper geworfen.
Bei den Ausschreitungen ist ein Polizeibeamter leicht verletzt worden. Mehrere abgestellte Fahrzeuge, darunter auch ein Funkstreifenwagen der Polizei sind beschädigt worden. Nach wenigen Minuten flüchteten die Rechtsradikalen zum Bahnhof Kamen. Hier wurde die Gruppe von Einsatzkräften der Polizei umschlossen. Insgesamt sind von der Polizei 34 Personen festgenommen worden. Bereits im vergangenen Jahr waren in dem GAL-Zentrum die Fensterscheiben eingeworfen worden.
Die Polizei hatte im Vorfeld Kenntnisse über den Störungsversuch der Rechtsradikalen, nicht aber über Art und Umfang, wie ihr Presseprecher Martin Volkmer nach Angaben von Der Westen erklärte. Er sprach von einer „neuen Größenordnung und einer neuen Qualität.” Ein Sprecher der Antifa sagte im Gespräch mit der Zeitung, unter den Rechtsradikalen seien auch Personen gewesen, die noch in dieser Woche wegen anderer zuvor begangengener Delikte vor Gericht stünden.
In NRW kooperieren NPD-Kader teilweise offen mit militanten Neonazis; ein Funktionär der NPD in Unna soll nach Angaben aus Neonazi-Kreisen Aktivitäten von “Autonomen Nationalisten” in der Region finanziell unterstützt haben.
Auf NPD-BLOG.INFO gab die NPD Unna dann einmal mehr eine Kostprobe ihrer Strategie. In einem Kommentar schrieb NPD KV Unna/Hamm:
Man könnte fast sagen:” Wie du mir, so ich dir”.
Auf den einschlägigen Internetseiten brüsten sich linke Kräfte seit Monaten damit regelmäßig NPD Versammlungen zu verhindern und Wirte unter Druck zu setzen. Oder ” wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus”.
Aber diese jungen nationalistischen Kameraden sind auf einem falschen Weg, wenn sie ihren verständlichen Groll so abreagieren.
Siehe auch: “Zivilcourage” und “Antifa” informieren Wirt: NPD-Veranstaltung musste verschoben werden


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[...] NPD-BLOG.INFO » Blog Archive » Unna: Neonazis greifen Veranstaltung an [...]
Erst im achten (!) Satz wird der Ort erwähnt! (und es handelt sich nicht um Unna wie in einem früheren Bericht geschrieben, sondern um Kamen). Das gehört in den ersten Satz!
Da bin ich von Euch aber bessere journalistische Arbeit gewohnt.
Soll nur ein Hinweis sein… (Dieser Kommentar kann nach Berichtigung im Artikel gern verschwingen
)
Das ist alles völlig richtig!
Hmm, wenn linke ein rechte veranstaltung angreifen oder blockieren wird dies hier meist als wahre heldentat gefeiert, oder wenistens umschrieben. andersherum ist es immer ein verbrechen… welch doppelzüngigkeit!
gegen jede gewalt!! gegen extremisten von links und rechts!
Mantze, eine gewaltlose Blockade ist etwas anderes als ein Angriff. Die “Doppelzüngigkeit” können Sie nur darum unterstellen, weil sie unterschiedliche Dinge gleichsetzen.
Die NPD tut das auch. Sie zitiert genüsslich einen Prof. Enders, dass die Blockade in Dresden “rechtlich als Gewalt und damit strafbare Nötigung zu qualifizieren” sei. Das ist ja eine Steilvorlage und so kann man natürlich alles mögliche zu Gewalt umdeuten – und es anschließend mit angeblich gleicher Münze zurückzahlen….
Was ich aber eigentlich zum Text hinzufügen wollte:
“Unter den Angreifer_innen waren mehrere bekannte und einschlägig vorbestrafte Neonazis, etwa S. K., der Anführer der Kameradschaft Hamm und A. W. aus Fröndenberg, gegen den zur Zeit in mehreren Fällen wegen Sachbeschädigungen und Schmierereien ermittelt wird.
Zum Wintersemester 2009/2010 hat der aus Hamm stammende Neonazi S. K. ein Studium der Rechtswissenschaften (Jura) an der Universität Bielefeld aufgenommen.
Neben seinen vielfältigen gewalttätigen und neonazistischen Aktivitäten rund um die von K. selbst gegründete “Kameradschaft Hamm” und den “Kampfbund deutscher Sozialisten”, mit denen er bundesweit Bekanntheit erlangte, ist K. auch in OWL mehrfach in Erscheinung getreten:
Am 25.3.2006 beteiligte K. sich an dem Neonazi-Aufmarsch in Gütersloh und hielt dort einen Redebeitrag.
Am 30.6.2007 war K. sogar Anmelder des Neonazi-Aufmarsches in Herford und hielt dort ebenfalls einen Redebeitrag.
Am 24.2.2007 soll K. an dem Überfall einer Gruppe von Neonazis auf jugendliche Bahnreisende aus Gütersloh in einer Regionalbahn zwischen Minden und Bielefeld beteiligt gewesen sein.”
“Bei den darauf folgenden Kontrollen wurden unter anderem Teleskopschlagstöcke, Pfefferspray und eine Stahlrute beschlagnahmt.”
http://de.indymedia.org/2010/03/275763.shtml
*Namen anonymisiert, da unbelegte Tatsachenbehauptungen
Schön, endlich wieder die Gleichsetzung.
mantze, wenn du ein paar belege liefern würdest, könnte man sich sogar mit dem auseinandersetzen, was du zu sagen meinst.
.~.
Daß rechte Demos oder Veranstaltungen auch schonmal von links angegriffen werden, dürfte ja nun wohl kein Geheimnis sein. Ich selbst komme aus Sachsen, wo die rechten bekanntlich stark sind. Ein Beispiel wäre der Angriff von linken auf eine JN- Veranstaltung (in dem Dorf wo ich wohne) in 2005 (http://www.jn-buvo.de/index.php?option=com_content&task=view&id=37&Itemid=34 oder http://de.indymedia.org/2005/10/131149.shtml) Wer also das eine nicht will und verurteilt, sollte andererseits nicht ebenso handeln!
Gewalt erzeugt wieder Gewalt!
Sie befinden sich hier auf einer Internetseite, die niemals zu Angriffen auf NPD-Demos, oder andere Veranstaltungen, aufgerufen hat oder diese befürwortet. Hier darf der Autor diese Angriffe also verurteilen!
Hört doch mal endlich mit der Relativierungsscheiße auf, nur weil ihr zu feige seid, euch klar zu positionieren. Es waren und sind die Nazis, die…
…Frauen und Kinder mit Brandanschlägen getötet haben (natürlich nur im Schutz der Dunkelheit)
…einen Jugendlichen mit Bordsteinkick getötet haben
…zu mehreren ein Kind (!!) mit dunklerer Hautfarbe angehen
…Leute, die sich ihnen entgegen stellen, mit Morddrohungen traktieren
…es für witzig halten, unschuldige Menschen durch Straßen zu hetzen bis diese zu Tode kommen
…
…
…
UND WANN HABEN DIE BÖSEN BÖSEN LINKEN IRGENDWAS DAVON GEMACHT? WANN?
Straftäter, egal ob Linke oder Rechte,sind insbesondere eins, nämlich Straftäter. Mag der Richter sie durch die Höhe der Strafe unterscheiden.
Leider wird, Demokrat, die Sichtweise nie zur Durchsetzung gelangen… Weil der Mensch eben ein MEnsch ist…
Mantze, ich halte den Text der JN für nicht sehr aussagekräftig vor dem Hintergrund, dass auch der Überfall auf den Zug in MV (Verurteilung von Nazis gerade erfolgt) nach Angaben dieser Nazis von “Linksautonomen Steinewerfern” stattgefunden haben soll. Das alles hat sich als Fantasie herausgestellt – keine Steine, kein Angriff.
Das muss den Text zwar nicht lügen strafen, aber auf solche Berichte von Nazis ist niemals Verlass. Zudem ist dort auch von “PDS, SPD, Gewerkschaften und Kirchen” als “geistigen Brandstiftern” die Rede, “welche seit Jahren eine regelrechte Pogromstimmung” erzeugen.
Das muss man die Frage nach der Glaubwürdigkeit wohl gar nicht mehr stellen. Sie machen sich lächerlich, wenn Sie das als Argument anführen.
Doch der eigentliche Gag folgt auf dem Fuße:
“Es ist ein Armutszeugnis des politischen Gegners, wenn dies Mittel der Auseinandersetzung mit der nationalen Opposition in Deutschland und Sachsen sind.”
Und solche Worte von einer Gruppierung, die immer wieder zur Schaffung “national befreiter Zonen” aufruft. Geht’s noch verlogener?
Allein schon vor dem Hintergrund unserer Geschichte von 1933 bis 1945 müßte auch nur jedes Sympathisieren mit diesen Nazis als Straftat geahndet werden!
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