Verfassungsschutz warnt vor Neonazi-Gewalt

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Nach dem gescheiterten Aufmarsch in Dresden diskutiert der "Nationale Widerstand" über Strategien... (Foto: Rechere-ost.com)

Der sächsische Verfassungsschutzpräsident Reinhard Boos rechnet im kommenden Jahr mit gewalttätigen Aktionen der Neonazis in Dresden. Nach dem Scheitern des geplanten Aufmarsches am 13. Februar müsse bei einigen Rechtsextremisten „im nächsten Jahr mit einem viel größeren Aktionspotenzial“ gerechnet werden, sagte Boos der in Dresden erscheinenden „Sächsischen Zeitung“. Die Neonazis diskutierten derzeit, wie sie 2011 wieder Propagandaerfolge erzielen könnten, erklärte Boos weiter. „Die Diskussionen sind noch nicht abgeschlossen, aber gesprochen wird unter anderem über einen Sternmarsch oder eine Beteiligung an der Menschenkette.“

Der Verfassungsschutz rechne damit, dass für mehrere Veranstaltungen parallel mobilisiert werde. Für die Polizei werde die Lage damit sehr viel unübersichtlicher. Das gewaltbereite Spektrum der Rechtsextremisten sei über den Ablauf des 13. Februar sehr frustriert. „Sie sind aus dem Zug ausgestiegen, haben stundenlang gefroren und sind wieder in den Zug eingestiegen anstatt in gewohnter Weise auf sich aufmerksam zu machen. Das hat sie mächtig frustriert – was ich nicht bedauern kann“, sagte Boos.

Siehe auch: Wenn Rechte ihr Recht einfordern

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