Ahlen: Polizei will rechte Szene „aufhellen“

Am Abend des 04. März 2010 haben Polizeibeamte die Personalien von Rechtsextreme in einer Ahlener Gaststätte festgestellt. In einem abgetrennten Raum wurden nach Angaben der Polizei acht „rechts gerichtete“ Personen angetroffen. Die meisten waren aus unterschiedlichen Gründen polizeilich in Erscheinung getreten. Die Männer sind zwischen 17 und 31 Jahren alt, drei stammten aus Ahlen, die anderen kamen aus Dortmund, Beckum, Ennigerloh, Hamm und Rheda-Wiedenbrück. Sechs von ihnen wurden wegen des Anfangsverdachtes einer Straftat zur Polizeiwache gebracht. Sie hatten nach Polizeiangaben Pfefferspray dabei, einer zudem einen Teleskopschlagstock. Es werde geprüft, ob die Personen gegen das Waffengesetz verstoßen haben.

Die gut-bürgerliche Gaststätte hatten die Rechtsradikalen eher zufällig für ihre Treffen ausgesucht, so die Polizei. Den Wirtsleuten sei nicht bekannt gewesen, wem sie einen Raum zur Verfügung gestellt hatten.

„Wir wollen die Szene aufhellen“, sagte Polizeidirektor Erich Nierhoff zu dem Großeinsatz der Polizei. In den vergangenen Tagen waren Rechtsradikale an verschiedenen Stellen in Ahlen aktiv. Immer wieder hatte es rechtsradikale Farbschmierereien gegeben. Im Bereich einer Schule und in der Nähe eines Einkaufszentrums im Ahlener Osten waren Rechtsgerichtete aufgetreten und hatten Flugblätter verteilt und für die Landesliste der NPD geworben.

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