Sezession: Fakten bitte, kein Geschwätz

Man ist ja von den guten, wahren und schönen Rechten einiges gewohnt. Wenn es z.B. um “Ausländerkriminalität” geht, dann verlinken sie gerne in ihrer Presseschau “Politically Incorrect“, eine absolut unseriöse Seite, die wirklich niemand in seinem Quellenverzeichnis haben möchte. Aber es geht auch anders, wie Verbalakrobat Felix Menzel beweist.

Von Florian Röpke

Es geht um den deutschen Jugendbund “Sturmvogel“, der “gilt bei Experten als mögliche Nachfolgeorganisation von Wiking-Jugend und HDJ” (Quelle: NPD-Blog) und dies nicht unbegründet. Aber lesen wir dazu kurz Menzel:

() Da ich selbst in der Bündischen Jugend aktiv bin, kenne ich einige Sturmvögel flüchtig. Es handelt sich um völlig normale Menschen, die gerne wandern, singen und tanzen. Extreme politische Meinungen sind mir bei ihnen nicht aufgefallen. Keiner der Sturmvögel erschien mir überhaupt besonders politisch, eher völkisch, jedenfalls authentisch.

Sagt jetzt nur mir dieses kurze Zitat mehr über Felix Menzel und sein Innenleben als über den “Sturmvogel“? Welchen Wert hat das flüchtige Kennen einiger Sturmvögel? Aber Menzel wäre nicht Menzel, wenn er nicht nochmal nachlegen könnte:

Um mal bei den persönlichen Eindrücken zu bleiben: Sturmvögel habe ich noch nie „extremistisch“ erlebt. Ich kenne aber eine Reihe von CDU-Mitgliedern, die zu fortgeschrittener Stunde durch das Intonieren des Horst-Wessel-Liedes darauf aufmerksam machen müssen, wie steil sie doch sind.

Man kann also festhalten: Der “Sturmvogel“, das sind normale, völkische Menschen, dabei sehr authentisch, quasi unpolitisch, jedenfalls nie extremistisch – weil der Autor einige Mitglieder flüchtig kennt. Das reicht natürlich um  “staatlich subventionierte Journalisten mit Kontakten zu Linksextremisten” der Lüge zu überführen. Und diese Reihe von CDU-Mitgliedern würde mich jetzt schon interessieren.

Siehe auch: Sezession: Hoffen und Harren hält manchen zum Narren

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2 thoughts on “Sezession: Fakten bitte, kein Geschwätz

  1. Sowas kenn ich eigentlich eher ausm Punkrock im Umgang mit dubiosen rechtsoffenenen Bands: „OK, der hatte vielleicht letztens n Shirt von ner rechten Band an und vor 3 Jahren haben die auch mal in nem rechten Laden mit komischen Vorbands gespielt. Aber ich hab mich letztens mit dem Sänger der Band unterhalten! Die sind total nett!“

  2. ah-ha. nicht politisch, sondern völkisch. also quasi nicht farbig, sondern rosa. nicht bayer, sondern münchener. nicht körperteil, sondern fuß.

    .~.

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