Krummnasen und Samenkanonen: Pastörs im Mai vor Gericht

Der NPD-Fraktionschef im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, Udo Pastörs, muss sich am 6. Mai 2010 vor Gericht verantworten. Der NPD-Funktionär ist wegen des Vorwurfs der Volksverhetzung angeklagt worden. Pastörs hatte bei einer Aschermittwochs-Veranstaltung der NPD in Saarbrücken im Jahr 2009 Juden und türkischstämmige Bürger beschimpft. Die Rede sei – so teilte der Staatsanwalt mit – von weiteren antisemitischen und ausländerfeindlichen Äußerungen, persönlichen Angriffen, historischen Verdrehungen und Geschmacklosigkeiten geprägt gewesen, die allerdings keine strafrechtliche Relevanz besitzen.

Wie ein Gerichtssprecher laut NDR mitteilte, droht Pastörs eine Haftstrafe zwischen drei Monaten und fünf Jahren. Die Abgeordneten des Schweriner Landtags hatten im Juli 2009 den Weg für den Prozess freigemacht. Mit den Stimmen von SPD, CDU, Linken und FDP hob das Parlament die Immunität des Rechtsextremisten auf.

Erst Ende Januar hatte Pastörs im Landtag einen weiteren Eklat verursacht. Er war – einen Tag nach der Holocaust-Gedenkfeier – von einer Sitzung des Schweriner Landtags ausgeschlossen worden, nachdem er nationalsozialistische Kriegsziele befürwortet hatte.

Siehe auch: Pastörs: “Vernichtung des jüdischen Bolschewismus” eine gute Idee, “Die aggressiv-kämpferische Haltung der NPD ist offensichtlich”, Dokumentation zum NPD-Verbot: Pastörs liefert weiteres Material und beleidigt Merkel und Schäuble, “Judenrepublik, Krummnase und türkische Samenkanonen”: Ermittlungen gegen NPD-Funktionär Pastörs, Orientiert Pastörs sich am an slawischen Bewohnern in MVP aus dem 11. Jahrhundert?

5 thoughts on “Krummnasen und Samenkanonen: Pastörs im Mai vor Gericht

  1. Die aufregung über solche Ausreiser und Parolen deckt doch nur die angst der Leute ab. Sarrazin trift den nagel auf den kopf.
    Das problem sind nicht die Juden. ( komplex aus der Vergangenheit) Problem ist die Situation der Mitbürger mit „Migrationshintergrund“
    Meiner Meinung nach haben 75% der Deutschen angst vor ausländer. Egal ob Türken, Kurden, Marrokana oder Arraber. Die haben sich ne Zweite gesellschaft aufgebaut und das ohne irgendeine Einschrenkung.
    Die Partei muß Gekonnt und mit verstand auf die misstände aufmerksam machen. Die radikalbereiten muß man zurück pfeifen und ruhen lassen. Sonst gibt es bald ein bild der Selbstjustiz. Jeder bekommt seine zeit. Am besten man lernt im ausland fliegen wenn man zuhause ein held sein will. Habt eine Heimat als ziel und nicht ein Feind als motor.

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