Braune Schlossherren

Die Neonazis Thomas Wulff und Axel Schunk haben einem Bericht des blick nach rechts zufolge das alte Schloss Trebnitz ersteigert. Bereits 2001 sollte aus dem alten Schloss Trebnitz bei Könnern in Sachsen-Anhalt ein „nationales Schulungszentrum“ werden. Für nur 100 000 DM (rund 50 000 Euro) hatte der heutige Berliner NPD-Chef Uwe Meenen es damals im Auftrag des vermögenden Altnazis Rolf Hanno aus Marbella ersteigert. Als Betreiber des Zentrums wurde der Harzer Neonazi Steffen Hupka eingesetzt. Doch die Pläne wurden schnell bekannt. Es fanden zwar erste Treffen und Arbeitseinsätze statt, doch Investor und Betreiber zerstritten sich, es gab finanzielle Querelen, das Schloss verfiel zusehends. Im Jahr 2005 wurde es sogar bei ebay angeboten, allerdings für stolze 235.000 Euro…

trebnitz
Das Schloss im Jahr 2005 bei Ebay

Die Salzlandkreissparkasse schrieb das so genannte „LPG-Schloss Trebnitz“ mit rund 7000 Quadratmetern Land und 2000 Quadratmetern Wohnfläche laut bnr jetzt zur Versteigerung aus. Den Zuschlag erhielten demnach NPD-Vorstandsmitglied Thomas Wulff, genannt Steiner, und Axel Schunk aus Stockstadt am Main, für rund 80 000 Euro. Noch ist der Kauf nicht rechtskräftig. Eine Anzahlung sei jedoch hinterlegt.

Beobachter vermuten dem Bericht zufolge hinter dem Immobilienkauf politisches Interesse. Privat lebe Wulff mit seiner Familie in einem Gutshaus in Mecklenburg-Vorpommern. Gemeinsam mit Jürgen Rieger habe er zahlreiche potenzielle Immobiliendeals eingefädelt. Nach dessen Tod soll er sich zeitweilig für Riegers akademischen Hintergrundverein „Gesellschaft für biologische Anthropologie, Eugenik und Verhaltensforschung“ um deren Geschäfte gekümmert haben, berichtet der bnr. „Artgemeinschaft“ und Anthropologie-Gesellschaft gelten als eng vernetzt.

Die ehemalige Wasserburg Trebnitz, im 17. Jahrhundert vom Markgrafen Gero errichtet, liegt zwar idyllisch an der Saale, am Ende einer Sackgasse, doch der riesige graue Klotz ist stark renovierungsbedürftig. Das Landesamt für Verfassungsschutz in Sachsen-Anhalt bestätigte laut bnr  den Verkauf an Wulff und Schunk. Auch in der Magdeburger Behörde fragt man sich argwöhnisch, woher der gelernte Automechaniker Wulff das Geld hat und vor allem, welche Pläne die beiden mit dem Schloss haben? Ein Anwohner berichtet davon, dass Altbetreiber Hupka bereits vor Wochen einem Kameraden das Anwesen gezeigt habe und danach im Dorflokal eingekehrt sei. Doch im Dörfchen Trebnitz störte sich bisher kaum jemand an den „netten Jungs“ von rechts.

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8 thoughts on “Braune Schlossherren

  1. Wenn man da so einige Anzeigen und Kommentare liest,kommt mir da der Gedanke die anderen Parteien sind jetzt sauer weil sie es wieder mal verschlafen haben dieses Schloß Trebnitz selber zu erweben.Das es im Dorf keinen stört wundert mich nicht,alle möchten von den großen Kuchen
    ( Um-Ausbau ) was abhaben.Da mam den Euro micht ansieht von welcher Partei er ist,haben wir diese Sache auch abgeharkt.

  2. Steffen Huppka…!? – Dieser Steffen Huppka?:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Steffen_Hupka

    http://www.studentenpilot.de/studieninhalte/onlinelexikon/st/Steffen_Hupka/

    http://www.verfassungsschutz.brandenburg.de/sixcms/media.php/4055/2002_aktuelle_fassung.pdf

    http://www.jpberlin.de/antifahsh/images/Dokumente/motivrechts2.pdf

    http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Die-Dritte-Seite;art705,2097172

    http://www.nwbb.org/rechtskampf/rechtsmi/Strafanzeige.pdf : der „Nationale Widerstand Berlin-Brandenburg“ (NWBB) initiiert ja nicht nur Bedrohungen, sondern versuchte mehrmals die Justiz mit derartigen „Strafanzeigen“ zu überschwemmen.

    Ansonsten wurde Hupka von mir bereits vor Jahren angezeigt: wegen seinen diversen SS-„Seminaren“ vor dem NWBB und seinem Mob. – Ermittlungen wurden eingestellt … hat gar kein „Schwein“ interessiert

    http://de.wikipedia.org/wiki/Nationales_und_Soziales_Aktionsb%C3%BCndnis_Mitteldeutschland

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